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Sparen beim Zahlungsverkehr – wie Gewerbetreibende Kosten senken können

Anwendungen für den Zahlungsverkehr müssen von Unternehmen sorgfältig ausgewählt werden. Nicht nur aufgrund der Vereinfachung von Prozessen und der Optimierung der Liquidität. Auch die allgemeine Kostensituation gilt es zu prüfen.

Optimierung der Kosten des Zahlungsverkehrs

Die Optimierung der Kosten des Zahlungsverkehrs ist wichtig für Unternehmer und Selbständige.

Das Geschäftskonto als Basis

Zahlungsausgänge sowie eingehende Zahlungen möglichst günstig abzuwickeln ist essentiell für Unternehmen und Gewerbetreibende. Grundlage jeglicher Abwicklungen von Zahlungsaufträgen ist ein Geschäftskonto. Es bildet die Basis für den professionellen Zahlungsverkehr und lässt sich unabhängig von Beträgen, Ländergrenzen und den verschiedenen Währungen verwenden. Zahlungen werden damit flexibel, sicher und komfortabel abgewickelt.

Allerdings müssen bei der Wahl der Konten das Leistungsspektrum sowie das Preis-Leistungs-Verhältnis einbezogen werden. Hier gibt es markante Unterschiede. Während einige Banken bei einer Kontoführung mit Online-Banking kaum Gebühren verlangen, bitten andere Geldhäuser ihre Kundschaft trotz geringem Verwaltungsaufwand ordentlich zur Kasse. Einen schnellen Überblick über beliebte Geschäftskonten bietet der Angebotsvergleich unter verbraucher.eu. Die Gegenüberstellung von Konten bei Postbank, Holvi, Commerzbank und Co. vermittelt einen Eindruck über preislich attraktive Kontenmodelle. Darunter einige ohne Grundgebühr und ohne Kosten für Buchungsposten.


Im Ratgeber unterhalb des Kontenvergleichs finden sich unabhängige Informationen zu Themen wie Online-Banking, Kreditkarten und zentralen Leistungen der Kreditinstitute. Nachfolgend einige wesentliche Faktoren, die bei der Kontenwahl entscheidend sind:

  • Kontoführungsgebühren
  • Freiposten
  • Online-Banking
  • Konditionen Kontokorrentkredit
  • Möglichkeiten zu Geldabhebungen und Einzahlungen
  • Übertragungsverfahren für die Banking-Software
  • Individueller Service der Bank (Erreichbarkeit/Ansprechpartner)
  • Kosten für Karten

Mobile Payment – Mobiles Bezahlen für weniger Kosten und mehr Komfort

In vielen Branchen ist die Zahlung durch Kunden mit Debitkarte (EC-Karte) üblich. Die bargeldlose Zahlung ist längst Standard und hat durch die Corona-Pandemie an Bedeutung zugelegt. In Zukunft dürfte jedoch das Mobile Banking weitere Vorteile bringen – für Konsumenten und Unternehmen. Wie Zahlen des Bankenverbands zeigen (wir berichteten) verdrängt das Mobile Bezahlen zudem das klassische Online Banking und entwickelt sich zum Kundenbindungsargument.

Für Gewerbetreibende sprechen mehrere Faktoren für die Umstellung auf Mobile Banking. Zum einen halten sich die Einführungs- und Betriebskosten für Betriebe stark in Grenzen. Das bringt gegenüber den klassischen Lesegeräten für Debitkarten sowie dem aufwändigen Umgang mit Bargeld und den damit verbundenen Prozessen deutliches Sparpotenzial mit sich. Zum anderen ist das mobile Bezahlen orts- und zeitunabhängig und fördert nicht zu unterschätzende Umsatzsteigerungen durch Impulskäufe. Damit mobiles Bezahlen reibungslos funktioniert, benötigt der Käufer lediglich ein Smartphone und eine passende App. Das Mobilgerät haben die meisten Verbraucher sowieso stets bei sich.Zur notwendigen Datenübertragung stehen unter anderem folgende beiden Verfahren zur Auswahl:

  • Near Field Communication, kurz NFC
  • QR-Codes

Near Field Communication (NFC)

NFC erfordert zwei NFC-fähige Geräte – beispielsweise das Smartphone des Kunden und ein Zahlterminal des Unternehmens. Mit Hilfe der App auf dem Kundenhandy wird der Austausch der Zahlungsdaten möglich. Der Zahlbetrag kann unter anderem von einem Guthaben-Konto oder als Lastschrift abgebucht werden. Eine Sicherheitsabfrage via PIN-Eingabe oder Fingerabdruck ist erst ab 25 Euro notwendig.

QR-Codes

Der QR-Code, der zum Beispiel direkt an Kassen oder aber auf einer Rechnung gescannt wird, enthält die Zahlungsdaten und übermittelt sie beim Scan auf das Mobilgerät. Anders als bei NFC setzt diese Methode eine stabile Internetverbindung voraus.

Betriebe, die auf Mobile Payment umsteigen möchten, müssen sich zunächst für einen entsprechenden Anbieter entscheiden. Dieser sollte erfahren und bewährt sein. Im Idealfall stammen alle Elemente, die für die Realisierung nötig sind, aus einer Hand. Mangelt es an Kompatibilität, steigt das Risiko für Probleme und teure Fehler. Nach der Registrierung beim favorisierten Dienstleister werden Lesegeräte ausgegeben. Letztere übertragen später die Daten (Rechnungsbetrag und IBAN-ID) an die App des Kundenhandys. Der Zahlungsdienstleister wird über den zu erwarteten Betrag informiert. Betrag und Empfänger-IBAN werden wiederum per Applikation an die Kunden-Bank übermittelt. Es folgt die Übertragung des Betrags und die Zahlung ist erfolgt.

Unabhängige Beratung für maximale Transparenz

Das Angebot an Zahlungsdiensten und Optionen zur Abwicklung des betrieblichen Zahlungsverkehrs ist für viele Unternehmen sehr unübersichtlich. Diejenigen, die sich nicht täglich mit der Thematik befassen und keinen ganzheitlichen Marktüberblick haben, tun sich schwer, die richtigen Produkte und Lösungen zu finden. Um Klarheit zu gewinnen und die preislich attraktivste Option zu ermitteln, kann sich die Beratung durch Experten lohnen.

Unabhängige Beratungsunternehmen bringen die nötige Erfahrung und das Know-how mit, um kluge Entscheidungshilfen geben zu können. Das Ergebnis sollte eine wettbewerbsgerechte, strategisch durchdachte und operativ sinnvolle Lösung sein. Nach einer sorgfältigen Analyse des Status quo werden alternative Ansätze vorgelegt, die sowohl die potenziellen Kosten aufzeigen als auch das Potenzial zur Optimierung des gesamten Zahlungsverkehrs.

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Über den Autor

Max Meier

Max Meier ist gelernter Bankkaufmann und schreibt regelmäßig für den Bank Blog Ratgeber über Themen für Kunden von Banken und Sparkassen.

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