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Neun Gründe, warum Heiraten gut für die Finanzen ist

Jedes Jahr werden rund 400.000 Ehen in Deutschland geschlossen. Hoffentlich aus Gründen der Liebe! Doch auch das Thema Finanzen ist wichtig und in vielen Fällen bringt eine Hochzeit unmittelbare steuerliche und finanzielle Vorteile mit sich.

Heiraten kostet Geld, hat aber auch finanzielle Vorteile

Eine Hochzeit kostet Geld, kann den Ehepartnern und Kindern aber auch beim Sparen helfen.

Eine Hochzeit ist nicht billig. Eheringe, Brautkleid, Hochzeitsfeier, Hochzeitsreise… – da kann einiges zusammenkommen. Schätzungen sagen, dass durchschnittlich 13.000 Euro (ohne Hochzeitsreise) auf das Brautpaar zukommen.

Finanzielle Vorteile durchs Heiraten

Wie gut also, dass eine Eheschließung – genauso wie eine eingetragene Lebenspartnerschaft – auch finanzielle Vorteile nach sich zieht.

1. Die optimale Steuerklasse

Da ist zunächst einmal die Wahl der richtigen Steuerklasse. Das sogenannte Ehegattensplitting bietet für ungleich verdienende Partner erhebliche Einsparmöglichkeiten, denn dann wird das Einkommen gemeinschaftlich veranlagt. Die Option lohnt sich, wenn einer der Ehepartner 60 Prozent oder mehr zum Familieneinkommen beiträgt.

Der Partner mit dem höheren Einkommen wählt Steuerklasse III, der andere Steuerklasse V. Der Besserverdienende hat somit viel weniger Abzüge und ein größeres Nettogehalt, was sich in der Summe positiv auf das gemeinsame Haushaltseinkommen niederschlägt.

2. Höherer Sparer Pauschbetrag

Hat man Geld angelegt, der Partner aber nicht, so bringt eine Hochzeit unter Umständen steuerliche Vorteile. Der Sparer-Pauschbetrag von 801 Euro verdoppelt sich bei Ehepaaren und kann dann frei aufgeteilt werden. So können bis zu 1.602 Euro Zinsen, Dividenden etc. pro Jahr eingenommen werden, ohne dass Abgeltungsteuer gezahlt werden muss.

3. Schenken wird billiger

Vor der Ehe ist eine Schenkung zwischen den Partnern nur bis zu 20.000 Euro steuerfrei. Nach der Hochzeit steht jedem Partner ein Freibetrag von bis zu 500.000 Euro zu. Und das alle zehn Jahre

4. Erben wird einfacher

Es ist zwar sicherlich nicht das woran man beim Heiraten als erstes denkt, aber die Absicherung des Partners sollte in einer Beziehung eine Rolle spielen. Bei unverheirateten Paaren muss im Todesfall ein Testament vorliegen, das den Partner begünstigt. Sonst geht er oder sie leer aus.

Bei Verheirateten greifen dieselben Freibeträge wie bei Schenkungen und – ohne Testament – gilt die gesetzliche Erbfolge. Die Höhe des Erbes richtet sich nach den vorhandenen Verwandten und danach, ob für die Ehe Zugewinngemeinschaft oder ein Ehevertrag gilt.

5. Versicherungen werden günstiger

Für Verheiratete lohnt sich ein Versicherungscheck. Oftmals können Verträge zusammengelegt bzw. erweitert werden, zum Beispiel bei Rechtsschutz-, Privathaftpflicht-, Hausrat-, Unfall- und Auslandskrankenversicherungen.

Zur gegenseitigen finanziellen Absicherung sollten sich Eheleute bei bestehenden privaten Renten-, Unfall- und Lebensversicherungen als Begünstigte eintragen lassen.

Außerdem sollte über eine Risikolebensversicherung nachgedacht werden,  spätestens wenn Nachwuchs geplant ist oder größere Investitionen über Kredite finanziert werden.

6. Gemeinsame Krankenversicherung

Arbeitet nur ein Ehepartner, können der andere Partner und ggf. vorhandene Kinder bei der gesetzlichen Krankenversicherung beitragsfrei mitversichert werden. Bei privaten Krankenversicherungen gibt es allerdings keinen derartigen Vorteil.

7. Elterngeld optimieren

Die Berechnung vieler Lohnersatzleistungen ist an das Nettogehalt geknüpft. Das betrifft zum Beispiel das Elterngeld oder das Arbeitslosengeld. Mit der Wahl der richtigen Steuerklasse kann man deren Höhe direkt beeinflussen.

Bei der Berechnung des Elterngeldes muss allerdings beachtet werden, dass ein Wechsel der Steuerklasse spätestens sieben Monate vor Geburt des Kindes vollzogen sein muss.

8. Der optimale Zeitpunkt der Hochzeit

Zumindest für die standesamtliche Trauung kann der Zeitpunkt im Hinblick auf Finanzen optimiert werden. Denn für alle möglichen Ersparnisse spielt der Zeitpunkt der Eheschließung eine wichtige Rolle. Heiratet ein Paar zum Beispiel am 31. Dezember, so gilt die steuerliche Vergünstigung rückwirkend für das komplette Jahr.

9. Gemeinsame Konten

Geld lässt sich mitunter auch dann sparen, wenn Ehepartner ihre Konten zusammenlegen. Bankgebühren fallen – sofern überhaupt – dann nur noch einmal an.

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Über den Autor

Max Meier

Max Meier ist gelernter Bankkaufmann und schreibt regelmäßig für den Bank Blog Ratgeber über Themen für Kunden von Banken und Sparkassen.

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