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Ist die Zeit der kostenlosen Girokonten vorbei?

Lange Zeit waren besonders die Direktbanken dafür bekannt, kostenlose Girokonten anzubieten. Doch bei vielen Anbietern ändert sich das nun. Derzeit gibt es in Deutschland nur noch weniger als 40 Fintechs und Banken, die ein Girokonto kostenfrei anbieten.

Girokonten werden immer teurer

Die Preise und Gebühren für ein Girokonto steigen.

Doch auch trotz dieser Entwicklung stehen den Verbrauchern noch immer einige passende Konten zum Nulltarif zur Verfügung. Dazu zählen beispielsweise das kostenfreie Commerzbank Gehaltskonto oder das DKB-Cash.

Immer mehr Direktbanken ändern ihre Gebührenpolitik

Im Mai gab es noch ganze 47 FinTechs und Banken, welche Girokonten ohne Bedingungen und Kosten angeboten haben. Von dem Konzept des Girokontos zum Nulltarif nehmen mittlerweile allerdings immer mehr Geldinstitute Abstand, wie beispielsweise die 1822 Direkt oder die Deutsche Skatbank.

Ebenfalls stellt die überregionale BBBank zukünftig ihr kostenfreies Girokonto-Modell ein. Schon ab dem 1. Juli müssen Neukunden monatliche eine Gebühr für die Kontoführung zahlen und auch die Girocard ist mit zusätzlichen Kosten verbunden. Für die Bestandskunden gelten diese neuen Regelungen erst ab September.

Verschiedene Finanzportale untersuchen regelmässig Angebote von Direktbanken wie der ING DiBa. Die größte deutsche Direktbank hat ihr kostenloses Girokonto bereits zum ersten Mai an die Bedingung geknüpft, dass darauf ein Geldeingang von mindestens 700 Euro im Monat verbucht werden muss. Die ING hat darüber hinaus bereits angekündigt, dass bald neue Konditionen für ihre Kunden gelten werden und zwar in den Bereichen der Kartenzahlungen außerhalb der Eurozone und der Papier-Überweisungen. Diese Änderungen treten zum 1. September in Kraft. Das Entgelt für den Auslandseinsatz wird von aktuell 1,75 Prozent auch 1,99 Prozent erhöht.

Gebührenerhöhung nicht bei allen Banken

Dennoch gibt es immer noch viele Banken, die trotz der anhaltenden Niedrigzinsen und der zusätzlichen Belastung durch die Corona-Pandemie ihre Gebühren nicht erhöhen. Besonders hervor stechen dabei die Direktbanken Consorsbank und die Deutsche Kreditbank. Diese bieten ihren Kunden die Möglichkeit, mit ihrer kostenlosen Visakarte auf der ganzen Welt gebührenfreie Bargeldabholungen an. Dieses Modell ist daher besonders für Menschen lohnenswert, die oft in der weiten Welt unterwegs sind und dabei stets einen bequemen Zugriff auf ihr Girokonto wünschen.

Die Marke der Raiffeisenbank im Hochtaunus, Meine Bank, kann mit diesen Angeboten der Direktbanken durchaus mithalten. Hier ist das OnlineOnly-Konto ebenfalls nach wie vor kostenfrei erhältlich. Bei der hessischen Bank müssen Kunden, die mit diesem Girokonto in den Dispo rutschen, pro Jahr lediglich 7,25 Prozent Zinsen zahlen. Darüber hinaus steht jedem Kunden von Meine Bank die Möglichkeit offen, Genossenschaftsanteile im Wert zwischen 100 bis 25.000 Euro zu erwerben. Dadurch entsteht der Vorteil, dass die Dividende für das vergangene Jahr 2019 ganze 2,5 Prozent beträgt.

Eine Kombination der Vorteile aus zwei unterschiedlichen Bereichen erhalten Kunden mit dem Commerzbank Vorteilskonto. Es handelt sich dabei um ein Girokonto, das ohne eine Grundgebühr auskommt und sowohl über eine Filiale als auch online geführt werden kann.

Darüber hinaus ist auch das Pluskonto der Hypovereinsbank empfehlenswert. Hier profitieren die Kunden von dem umfangreichen Filialnetz, dem großen Portfolio an digitalen Leistungen und einer kostenfreien Bargeldversorgung. Es gibt aktuell kaum eine Bank, die mit diesem Angebot mithalten kann.

Perfekt für diejenigen geeignet, die ihr Konto gerne digital verwalten und von ihrem Smartphone aus stets einen Überblick über ihr Budget haben möchten, ist die Moneyou Konto-App „Go“.

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Über den Autor

Max Meier

Max Meier ist gelernter Bankkaufmann und schreibt regelmäßig für den Bank Blog Ratgeber über Themen für Kunden von Banken und Sparkassen.

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