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Herausforderung Unternehmensverkauf

Familienunternehmen haben eine lange Tradition in Deutschland. Doch was, wenn die Kinder den Familienbetrieb nicht fortführen möchten? Dann müssen anderen Möglichkeiten der Unternehmensnachfolge in die Überlegungen einbezogen werden.

Unternehmer benötigen bei der Nachfolgersuche oft Hilfe und Beratung

Senior-Unternehmer, die sich zur Ruhe setzen wollen, brauchen oft Hilfe, um einen geeigneten Nachfolger zu finden und den Betrieb anschließend in fremde Hände abzugeben. Schließlich soll der Übergang reibungslos ablaufen und das Unternehmen weiterlaufen.

Der Mittelstand in Deutschland ist sehr traditionell. Über Generationen hinweg wurden einst Unternehmen als Familienunternehmen geführt. Heute ist es nicht mehr selbstverständlich, dass die Kinder den Familienbetrieb übernehmen. Sie haben eigene Pläne, wollen etwas Eigenes gründen oder lieber irgendwo als Angestellter arbeiten. Nur knapp ein Prozent hat vor, direkt nach dem Studium in den Familienbetrieb einzusteigen, weitere etwas mehr als vier Prozent können sich vorstellen, dies nach fünf Jahren zu tun, so das Ergebnis einer Studie, die die Universität St. Gallen in Zusammenarbeit mit Ernst & Young durchgeführt hat. Die Wahrscheinlichkeit ist demzufolge groß, dass das Unternehmen verkauft wird. Das ist für viele Unternehmer eine große Herausforderung, weswegen eine Beratung beim Unternehmensverkauf sinnvoll sein kann. KP Tech ist auf Corporate-Finance-Beratung spezialisiert und weiß um die Probleme, die im Zusammenhang mit der Unternehmensnachfolge immer wieder auftreten können.

Das Unternehmen intern oder extern verkaufen

Wenn keines der Kinder den Familienbetrieb übernehmen möchte, bleiben vielfältige Möglichkeiten, einen potenziellen Käufer zu finden. Das können beispielsweise Miteigentümer sein, ein Mitarbeiter des Unternehmens oder auch ein externer Kaufinteressent. Übernimmt ein Mitarbeiter oder Miteigentümer die Verantwortung hat das einen enormen Vorteil. Die Tatsache, dass der neue Inhaber bereits Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und vor allem auch die internen Abläufe kennt, erleichtert die Einarbeitung. Eine gute Lösung ist oft die Übernahme durch eine Führungskraft des Unternehmens, die sogenannte MBO-Lösung (Management Buy-out). Viele Unternehmer sind hier überfordert, denn den richtigen Nachfolger zu finden und einzuarbeiten ist gar nicht so einfach. Sie suchen deshalb Beratung beim Unternehmensverkauf.


Die Herausforderung der Finanzierung

Egal ob interner oder externer Unternehmenskauf, die Finanzierung stellt meist eine sehr große Herausforderung dar. Bei einem internen Kauf sind Mitarbeiter oder Miteigentümer oft nicht dazu in der Lage, den Kaufpreis aufzubringen. Als Lösung für diese Herausforderung gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten:

  • den Kaufpreis über einen längeren Zeitraum strecken
  • Finanzierungspartner suchen, wie Private-Equity- oder Beteiligungsgesellschaften

Eine Beteiligungsgesellschaft kann zunächst einen kleinen Anteil am Unternehmen erwerben, um den erfolgreichen Unternehmensverkauf anzuschieben. Die unternehmerische Gesamtverantwortung geht dann erst nach ein paar Jahren an den neuen Eigentümer über, wenn der Partner auch die Anteilsmehrheit hat. Auf diese Weise können Unternehmen auch eine Generationslücke überbrücken, wenn geplant ist, das Unternehmen später wieder zurückzukaufen.

Eine Rente für den bisherigen Eigentümer

Die Inhaber von kleineren KMUs (kleinen und mittelständischen Unternehmen) wollen häufig den Ruhestand mit dem Verkauf des Unternehmens absichern. Der Nachfolger zahlt bei dieser Möglichkeit eine regelmäßige Rente an den bisherigen Inhaber, die sich an der Profitabilität des Unternehmens orientiert. Dabei kann der Nachfolger eines der eigenen Kinder, eine ehemalige Führungskraft, ein ehemaliger Mitarbeiter aber auch eine externe Person sein. So kann sich der bisherige Eigentümer seinen Lebensstandard für das Alter sichern. Das ist insbesondere dann interessant, wenn das Unternehmen nicht allzu groß ist und der Nachfolger die Finanzierung nicht einfach so bewältigen kann. Manchmal braucht oder wünscht der bisherige Inhaber weiterhin ein regelmäßiges Einkommen.

Wo sind externe Käufer zu finden?

Als externe Käufer kommen besonders viele mögliche Kandidaten infrage, beispielsweise spezielle Beteiligungsgesellschaften, aber auch Kunden, Lieferanten oder Mitbewerber, sofern dies kartellrechtlich kein Problem darstellt. Für kleine Unternehmen sind auch Einzelpersonen denkbar, die über entsprechendes Branchenwissen verfügen. Auch ein Management-Buy-in ist denkbar. Dabei übernehmen externe Führungskräfte oder Führungskräfteteams die Nachfolge. Im Internet finden sich zahlreiche Unternehmensbörsen, die Unternehmer und mögliche Nachfolger zusammenbringen. Eine davon ist nexxt-change, die das BMWi in Zusammenarbeit mit der KfW-Bankengruppe ins Leben gerufen hat.

Das Risiko entscheidet mit

Wie viel der Unternehmenserwerb letztendlich kostet, hängt vor allem auch vom Risiko des Geschäftsmodells ab. Je risikoloser dies ist, umso geringer sind die Kapitalkosten. In verschiedenen Branchen, wie Biotechnologie, Medien oder Technologie sind die Kapitalkosten sehr hoch, meist über dem Durchschnitt. In anderen Branchen, wie Gesundheit, Konsum oder Telekommunikation sind sie viel niedriger.

Die Kunst zu verhandeln oder: wie das Unternehmen herausputzen?

Für den Senior-Unternehmer gibt es eine weitere Herausforderung beim Unternehmensverkauf. Er muss das Unternehmen für die Übernahme vorbereiten und den Verkaufspreis optimieren. Für einen externen Käufer ist vieles neu im Unternehmen. Hier liefert eine sogenannten Due-Dilligence-Prüfung, also eine Bewertung des Risikos für den Käufer, die ein Experte erstellt, alle erforderlichen Daten. Im Rahmen dieses Verfahren erstellt der Experte ein Profil zu den Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken des Unternehmens. Auf Basis dieser Daten erhält der Käufer ein realistisches Bild des Unternehmens, das er auch beispielsweise nutzen kann, um eine Finanzierung zu bekommen.

Die korrekte Bewertung des Unternehmens spielt jedoch nicht nur beim Verkauf an eine externe Person eine wichtige Rolle. Sie kann auch bei einer familiären Lösung notwendig sein, wenn beispielsweise mehrere Erben sich die Aufgaben teilen wollen oder wenn der Senior eine Abfindung für seine finanzielle Absicherung im Ruhestand wünscht. Für diese Aufgabe gibt es öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige. Ein entsprechendes Verzeichnis ist bei der IHK einsehbar.

Wenn gar nichts mehr geht – den Betrieb stilllegen

Für rund sechs Prozent der zur Übernahme anstehenden Unternehmen ist eine Stilllegung die letzte Lösung. Dabei handelt es sich meistens um Unternehmen mit eher schwachen Erträgen oder Betriebe, deren Inhaber sehr spezielle Qualifikationen hat, die sich nicht einfach ersetzen lassen. Doch eine Stilllegung lässt sich nicht immer problemlos abwickeln. Auch hier ist häufig eine langfristige Planung notwendig, weil es Mitarbeiter gibt, langfristige Kundenaufträge oder auch rechtliche Verpflichtungen. Letztendlich ist es auch wichtig, die Unternehmenswerte optimal zu realisieren.

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Über den Autor

Max Meier

Max Meier ist gelernter Bankkaufmann und schreibt regelmäßig für den Bank Blog Ratgeber über Themen für Kunden von Banken und Sparkassen.

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