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Lassen Sie sich bei der Geldanlage nicht übers Ohr hauen

Die richtige Geldanlage zu finden, ist gerade in Zeiten niedriger Zinsen nicht einfach. Vermehrt werden wieder Anleger mit falschen Versprechen aufs Kreuz gelegt. Die statistisch erfassten Beteiligungs- und Kapitalanlage-Betrugsdelikte stiegen laut BKA in 2014 gegenüber dem Vorjahr um 18 Prozent auf 7.495 Fälle. Die Dunkelziffer dürfte weit höher sein. Zwar konnten die polizeilichen Fahnder 99 Prozent der erfassten Anlagebetrugsdelikte aufklären, doch ihr Geld sahen die Geschädigten meist nicht wieder. Geraten Sie also an den Falschen, ist der Ärger groß, vom finanziellen Verlust ganz zu schweigen.

Vor Betrug bei der Geldanlage schützen

Schützen Sie sich wirksam vor Betrug bei der Geldanlage
© Shutterstock

Worauf ist also zu achten, um beim Thema Geldanlage auf der sicheren Seite zu sein?

Das magische Dreieck der Geldanlage

Risiko, Rendite und Liquidität – das sind die drei Zauberworte, die für die Bewertung einer Geldanlage entscheidend sind. In Fachkreisen werden sie auch als magisches Dreieck bezeichnet, denn die drei Ziele laufen nicht Hand-in-Hand. Eine Anlageform, die gleichzeitig eine hohe Rendite, kein Risiko und 100 Prozent Liquidität bietet, gibt es nicht. Mehr Ertrag geht immer einher mit mehr Risiko.


Das magische Dreieck der Geldanlage besteht aus Liquidität, Risiko und Rendite

Das magische Dreieck der Geldanlage

Gute Vorbereitung auf die Geldanlage ist wichtig

Da es nicht immer leicht ist, die optimale Mischung und den richtigen Zeitpunkt für Käufe oder Verkäufe einzelner Anlageprodukte zu finden und dann auch noch den Überblick zu behalten, sollte man sich vor einer größeren Geldanlage umfassend informieren oder beraten lassen.

Das folgende Video enthält einige hilfreiche Tipps, wie man sich auf das Thema Geldanlage und ein Gespräch mit einem Anlageberater vorbereiten sollte:

Ein Informationsblatt mit „Tipps für die Anlageberatung“ können Sie hier direkt herunterladen.

Sieben Warnsignale vor unseriösen Geldanlagen

Die folgenden sieben Punkte sind eindeutige Warnsignale vor unseriösen Geldanlagen, bei denen Sie auf der Hut sein sollten.

Hohe Gewinnversprechen

Hohe Renditen klingen immer verlockend. Doch je höher die Renditeversprechen, desto größer die Verlustrisiken. Sichere zehnjährige Bundesanleihen verzinsen sich aktuell mit nur etwa 0,7 Prozent. Wenn deutlich höhere Renditen versprochen oder sogar „garantiert“ werden, ist also Skepsis angebracht.

Ausschließlicher Telefonkontakt

Obwohl es gesetzlich verboten ist, knüpfen unseriöse Anbieter immer wieder Kundenkontakte per Telefon. Lassen Sie sich am besten erst gar nicht auf solche Gespräche ein.

Hohe Provisionsregelungen

Hohe Provisionsforderungen sprechen dafür, dass der „Anlagespezialist“ eher den eigenen Gewinn als den des Kunden im Sinn hat. Werden Provisionen verschleiert oder falsch deklariert, sollten Sie die Finger von dem Angebot lassen.

Adresse im Ausland

Wenn der Geschäftssitz des Vermittlers im Ausland ist, oft sogar in einem exotischen Land, ist ebenfalls Vorsicht geraten. Geschädigte Kunden können rechtliche Ansprüche im Ausland oft nur schwer oder gar nicht durchsetzen.

Hoher Zeitdruck

Lassen Sie sich nie unter Zeitdruck setzen! Zeitlich befristete Sonderangebote, bei denen Sie zum sofortigen Handeln aufgefordert werden, sind selten seriös. Oft werden solche übereilten Entscheidungen jedoch bereut.

Schnelle Folgegeschäfte

Um potenzielle Anleger zu ködern, schütten vermeintliche Geldprofis aus einem ersten Kontakt mit geringem Kapitaleinsatz stattliche Gewinne aus. Meist wird dem Kunden gleichzeitig ein neues Angebot unterbreitet, allerdings unter Einsatz einer erheblich größeren Anlagesumme. Auch hier gilt: Lassen Sie sich auf solche Angebote nicht ein.

Tipps nicht blind vertrauen

Verlassen Sie sich auch nicht blindlings auf vermeintlich sichere Anlagetipps von Freunden und Bekannten. Nehmen Sie im Zweifel vor Vertragsabschluss Rücksprache mit einem Berater Ihres Vertrauens.

 

Wer auf einen Anlagebetrüger hereingefallen ist, sollte übrigens umgehend Anzeige bei der Polizei erstatten.

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Über den Autor

Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring befasst sich seit über 30 Jahren beruflich mit Banken und Finanzdienstleistern. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers. Er ist Herausgeber von Der-Bank-Blog.de und hält Vorträge bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland.

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