Die anhaltende Niedrigzinsphase verunsichert viele Sparer und Anleger. Auf der Suche nach höheren Zinsen geht der Blick oft ins Ausland, wo scheinbar verlockende Angebote warten.

Chancen und Risiken der internationalen Geldanlage

Eine Geldanlage im Ausland kann Chancen bieten, ist jedoch oft mit zusätzlichen Risiken verbunden.

Die Nullzinsphase hält an und eine für den Anleger spürbare Zinswende ist nicht in Sicht. Deutsche Bundesanleihen bieten kaum noch einen Ertrag und so blicken vielen Sparen und Anleger in andere Länder, in denen höhere Renditen zu erzielen sind. Ausländischen Staatsanleihen scheinen interessant doch sind sie tatsächlich eine Alternative? Der Bankenverband ist dieser Frage nachgegangen.

Zinsen im internationalen Vergleich

Während hierzulande Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren nur eine magere Rendite von etwa 0,4 Prozent bieten, sind mit Staatsanleihen anderer Länder durchaus höhere Renditen möglich.


Im internationalen Vergleich fällt die Rendite deutscher Staatsanleihen eher mager aus.

Vergleicht man die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen ausgewählter Länder miteinander stehen US-amerikanische Staatsanleihen mit 2,9 Prozent an der Spitze, gefolgt von Italien mit 2,8 Prozent und Australien mit 2,6 Prozent Verzinsung. Nur wenig mehr Ertrag würden Anleger in Frankreich bekommen. Dort beträgt die Rendite der Staatsanleihen derzeit bei 0,8 Prozent.

Höhere Rendite bedeutet mehr Risiko

Doch die niedrige Rendite in Deutschland steht zugleich für die Sicherheit. Ganz generell gilt auch bei Staatsanleihen die Grundregel der Geldanlage: Eine höhere Rendite bedeutet immer auch mehr Risiko.

Bei Auslandsanleihen sollten Anleger beachten, dass die Bonität ausländischer Staatsanleihen meist weniger gut ist als die deutscher Bundesanleihen. Dahinter steht das unterschiedliche Emittentenrisiko, also das Risiko, dass der Herausgeber der Anleihen diese bei Fälligkeit nicht zurückzahlt.

Zudem bergen Anleihen immer auch ein Kursrisiko. Will der Anleger vor Ende der Laufzeit verkaufen, kann es sein, dass er zu einem schlechteren Kurs als dem Kaufkurs verkaufen muss.

Bei Anlagen außerhalb der Eurozone kommt das Währungsrisiko einer Geldanlage in fremden Währungen hinzu.

Anleger sollten also sorgfältig abwägen, welches und wieviel Risiko sie eingehen wollen.