Unternehmen sind unzufrieden mit ihrem Digitalisierungserfolg

IT- und Technologie-Trends 2020

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Die Bedeutung der Digitalisierung ist bei Unternehmen und in der öffentlichen Verwaltung im letzten Jahr angestiegen. Dennoch stuft fast die Hälfte die Ergebnisse ihrer Digitalisierungsanstrengungen als nur mittelmäßig ein.

Aktuelle Trends, Studien und Research zu Technologie und IT

Technologie ist nicht erst seit der Digitalisierung ein wichtiger Faktor für Finanzdienstleister. Im Bank Blog finden Sie Studien zu den wichtigsten Trends und Entwicklungen.

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Die IT-Ausgaben steigen seit Jahren und auch in den letzten 12 Monaten ist der Stellenwert der Digitalisierung bei Unternehmen und in der öffentlichen Verwaltung einer aktuellen Umfrage von Capgemini zufolge noch einmal leicht gestiegen. Dennoch stufen erneut knapp 45 Prozent der Befragten die Ergebnisse ihrer Digitalisierungsanstrengungen als nur mittelmäßig ein.

Die Studie beleuchtet den aktuellen Stand der Unternehmens-IT sowie die Trends der kommenden Jahre. Sie untersucht, wie Unternehmen im deutschsprachigen Raum mit der Digitalisierung und mit intelligenten Technologien umgehen und welche organisatorischen Veränderungen diese verursachen. Außerdem stellt sie die Entwicklung von IT-Budgets vor und zeigt, auf welche Technologien Unternehmen setzen.

Weniger als die Hälfte sind mit ihren Digitalisierungserfolgen zufrieden

Nur 41 Prozent der Befragten berichten von guten bis sehr guten Digitalisierungserfolgen. Darunter befinden sich vor allem IT-Dienstleister und Unternehmen aus der Automobilbranche, dem Handel und der Konsumgüterindustrie sowie die öffentliche Hand. Damit ist die Zahl der erfolgreichen Unternehmen leicht gestiegen, insgesamt hat sich die Bilanz aber kaum verändert.

Interessanterweise sind Banken mit dem Erfolg ihrer Digitalisierungsanstrengungen eher zufrieden, sind aber gleichzeitig die Branche mit dem geringsten Investitionsbudget (im Verhältnis zu den IT-Gesamtkosten).

Budgetanteil und Erfolg der Digitalisierung in verschiedenen Branchen

In Relation zum Gesamt-IT-Budget investieren Banken zu wenig in die Digitalisierung.

Voraussetzungen für KI-Einsatz

Den Einsatz intelligenter Technologien stufen sogar nur rund 37 Prozent der Anwender als erfolgreich oder sehr erfolgreich ein, wobei ihn Führungskräfte der Fachabteilungen deutlich positiver bewerten als CIOs.

Der erfolgreiche Einsatz Künstlicher Intelligenz korreliert mit der Intensität, mit der Mitarbeiter informiert, mobilisiert und qualifiziert werden. Weitere Erfolgsfaktoren sind die Definition einer Strategie, die Veränderung von Prozessen, Umstrukturierungen und aktives Technologie-Management.

Erfolgreiche Unternehmen betreiben ihre intelligenten Systeme auch häufiger als andere selbst. Sie schneiden generell bei der Digitalisierung und speziell bei der Erschließung neuer Geschäftsfelder in anderen Branchen deutlich besser ab als andere Unternehmen.

Weg zur erfolgreichen Digitalisierung

Die Digitalisierung und der Einsatz intelligenter Technologien erleichtern die tägliche Arbeit der Fachabteilungen. Hingegen müssen die IT-Bereiche die steigende Komplexität und die hohe Veränderungsgeschwindigkeit bewältigen.

Der Weg von einzelnen Pilotprojekten in die breite Anwendung scheint vielen Unternehmen immer noch Probleme zu bereiten. Die Studienautoren empfehlen daher, sich nicht verzetteln und besser klein anzufangen, eine skalierbare technische Plattform aufzubauen und einen Use Case nach dem anderen umzusetzen.

Ethische Rahmenbedingungen für KI-Einsatz gesucht

Die Mehrheit der Befragten findet es sinnvoll, sich selbst ethische Rahmenbedingungen zu geben, die Entscheidungen von intelligenten Systemen zu dokumentieren und Algorithmen aufzubewahren, was in einigen Anwendungsfeldern bereits Pflicht ist.

Mehrheitlich Zustimmung finden auch die externe Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen gegen die Manipulation lernender Systeme sowie die Überprüfung der Trainingsdaten im Hinblick auf Diskriminierung. Letztere könnte von Externen oder einer unabhängigen Instanz innerhalb des Unternehmens durchgeführt werden, wie es bei anderen Compliance-Themen üblich ist.

Offenlegungspflichten für Algorithmen sowie die Beschränkung des Betriebs von intelligenten Systemen auf europäische Cloud-Anbieter stoßen auf ein geteiltes Echo. Dagegen lehnt die Mehrheit die Offenlegung von Trainingsdaten und die Beschränkung der Einsatzgebiete durch den Gesetzgeber ab.

Die wichtigen Technologie-Trends 2020

Das wichtigste IT-Thema des Jahres ist Security Automation, denn im Rahmen der Digitalisierung und nicht zuletzt auch aufgrund der DSGVO werden Sicherheits-Aufgaben vielfältiger und umfangreicher. Auf den weiteren Plätzen folgen das Management von digitalen Identitäten, der Aufbau neuer Plattformen für Vertrieb, Kundenkontakt, ERP oder das Internet of Things (IoT), Schutz vor Bedrohungen durch IoT-fähige Geräte und der Einsatz von DevOps. Stark an Bedeutung gewonnen haben die digitale Geldbörse, Lösungen für virtuelle oder erweiterte Realität sowie der digitale Zwilling. Am deutlichsten war der Bedeutungszuwachs bei den Themen Security Automation und Cognitive Security, die eng zusammenhängen.

Weitere wichtige IT-Trends für 2020

Weitere zentrale Ergebnisse der Studie:

  • Der Einsatz intelligenter Technologien wie Machine Learning, Predictive Analytics oder Bilderkennung kommt nur langsam voran. Das Hauptproblem ist nach wie vor der Mangel an geeigneten Mitarbeitern. Die Situation hat sich gegenüber dem letzten Jahr aber leicht entschärft.
  • Die Nutzung von Cloud-Diensten ist in den vergangenen acht Jahren stetig gestiegen. Inzwischen kommen mehr als 70 Prozent aller IT-Services aus einer Cloud.
  • Die Abhängigkeit von Cloud-Anbietern schätzen die Nutzer der Dienste derzeit weder als vernachlässigbar gering noch als besorgniserregend hoch ein. Mehr als drei Viertel erwarten allerdings, dass sie in Zukunft steigt.
  • Knapp 61 Prozent der Unternehmen tauschen Daten entlang ihrer Lieferkette aus. Bei der Weitergabe von Daten an Dritte – beispielsweise Partner außerhalb der Lieferkette oder Wettbewerber – halten sie sich aber stark zurück.
  • Im Gegensatz zum Vorjahr deckt sich die Projektliste in diesem Jahr weitgehend mit der Prioritätenliste. Gearbeitet wird vor allem an der Implementierung der Technologien, die derzeit die höchste Bedeutung oder stark an Bedeutung gewonnen haben.

Infografik: Technologie- und IT-Trends 2020

Die folgende Infografik gibt einen Überblick zu den wichtigsten Technologie- und IT-Trends des Jahres 2020 im deutschsprachigen Raum und wichtigen Ergebnissen der Studie:

Infografik: Technologie- und IT-Trends 2020

Die wichtigsten Technologie- und IT-Trends des Jahres 2020.

Zum Downloadlink zur Studie gelangen Sie über Laterpay.

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Über den Autor

Dr. Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring ist Herausgeber des Bank Blogs und der Finanzbranche seit über 30 Jahren beruflich verbunden. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers. Als Experte für Strategien in den Bereichen Digitalisierung, Innovation und Vertrieb ist er gefragter Referent und Moderator bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland.

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