Revolutionieren Smart Contracts unser Finanzsystem?

Blockchain-Technologie verbindet Transparenz mit Sicherheit

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Decentralized Finance ist ein FinTech-Trend, der das Potenzial mitbringt, das Finanzsystem grundlegend zu verändern. Eine Studie zeigt. Dass sich die Idee eines dezentralen Finanzsystems, das auf der Blockchain-Technologie beruht, aktuell aber noch in den Kinderschuhen steckt.

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Die Grundidee hinter der Entwicklung von Decentralized Finance (DeFi) war es, das Senden von Geld und das Gewähren von Krediten genauso einfach wie das Abschicken einer Nachricht zu machen – global, institutsunabhängig und in Echtzeit. Denn Decentralized Finance kommt vollständig ohne Banken, Zahlungsdienstleister oder andere Intermediäre aus und baut stattdessen auf der Blockchain-Technologie auf.

In einer aktuellen Studie des Digitalverbands Bitkom wird der aktuelle Stand der Technologie bewertet und eingeordnet. So sei Decentralized Finance kein konkretes einzelnes Projekt, sondern der Oberbegriff für eine Vielzahl von Ideen und Projekten, die ein neues dezentrales, transparentes und vertrauenswürdiges Finanzsystem zum Ziel haben. Bis dahin müssten allerdings auf eine Reihe von technischen, wirtschaftlichen und regulatorischen Fragen noch passende Antworten gefunden werden.

Das Smart-Contracts-Prinzip von Decentralized Finance

Die technische Grundlage für Decentralized Finance bilden Bitcoin und Ethereum, die beide die Blockchain-Technologie nutzen. Ethereum ging dabei vor fünf Jahren an den Start und ermöglichte dank einer implementierten Programmiersprache erstmals sogenannte Smart Contracts.

Dabei handele es sich um intelligente Verträge, die bei einer Transaktion bereits Auszahlungsbedingungen hinterlegen könnten, die dann automatisch, ohne das Eingreifen Dritter, bei Erfüllung der vereinbarten Voraussetzung getätigt würden. Dadurch sei die Transaktion anders als beim Bankenprinzip vor Manipulationsmöglichkeiten Dritter vollkommen geschützt.

Decentralized Finance: Großes Potenzial mit Hürden

Auf Grundlage dieser Smart Contracts könne auf Sicht ein komplett neues Finanzsystem aufgebaut werden. Allerdings wäre auch dieses nicht frei von technischen Risiken, wie etwa bei Programmierfehlern innerhalb der Contracts. Auch eine komplizierte Bedienung, die mögliche Nutzer abschrecken könnte, könne zum Hindernis bei der Einführung werden. Nicht zuletzt bleibe ein Restrisiko der Einflussnahme durch die Mutterorganisation der einzelnen DeFi-Projekte auf noch nicht vollständig dezentralisierte technische Lösungen.

Zudem müssten auch die Folgen von mangelnder Skalierbarkeit und Liquiditätsengpässen wie etwa zu Beginn der Corona-Krise sowie die Frage der Regulierung stärker in den Blick genommen werden. In Summe habe Decentralized Finance also noch einen langen Weg vor sich, aber auch enormes Potenzial. Völlig ungeklärt sei bisher die Frage, wie DeFi reguliert werden kann und wie sich etablierte Finanzdienstleister zukünftig zu dieser stark wachsenden Technologie positionieren werden.

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Über den Autor

Pascal Brückner

Pascal Brückner ist freier Mitarbeiter des Bank Blogs für die Rubrik Studien und Research. Er studiert Psychologie an der Universität in Bamberg und ist in einer studentischen Unternehmensberatung aktiv.

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