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Weltspartag: Sparen bleibt trotz Niedrigzins wichtig

Am 28. Oktober ist zum 92. Mal Weltspartag, vor für Kinder ein besonderes Erlebnis rund ums Sparen. Traditionell wird an diesem Tag der Bedeutung des Sparens für jeden Einzelnen und die gesamte Gesellschaft gedacht. Viele Banken, vor allem die meisten Sparkassen sowie Volksbanken und Raiffeisenbanken, bieten an diesem Tag besondere Aktionen und Veranstaltungen rund ums Sparen.

Macht Sparen bei niedrigen Zinsen noch Sinn

Am Weltspartag wird traditionell gespart. Macht das noch Sinn?
© Shutterstock

Den Weltspartag gibt es seit 1924. Für Banken und Sparkassen ist der Tag ein traditioneller Anlass, an die hohe Bedeutung des Sparens zu erinnern. Für alle Altersklassen und Einkommensgrenzen ist Sparen von Bedeutung, an dem auch die niedrigen Zinsen nichts geändert haben. So lag die Sparquote, also das Verhältnis von Erspartem und verfügbaren Einkommen, im ersten Halbjahr 2016 saisonbereinigt bei 9,7 Prozent. Sie lag damit nur geringfügig unter ihrem langjährigen 10-Jahresschnitt. Dies zeigt eine jährlich durchgeführte Umfrage des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken.

Entwicklung Sparquote in Deutschland

Die Sparquote, also das Verhältnis von Erspartem und verfügbaren Einkommen, lag im ersten Halbjahr dieses Jahres saisonbereinigt bei 9,7 Prozent.


Hohe Bedeutung des Sparens

Ersparnisse spielen eine wichtige Rolle bei der Bewältigung zukünftiger finanzieller Herausforderungen. Die Sparmotive reichen dabei von Sparen für größere Anschaffungen über unvorhergesehene Ausgaben bis hin zur privaten Altersvorsorge. Die private Altersvorsorge wiederum ist in den vergangenen Jahren angesichts des rückläufigen Versorgungsniveaus der gesetzlichen Rentenversicherung wichtiger geworden. Allerdings macht es das aktuell niedrige Zinsniveau schwieriger, ausreichend für das Alter vorzusorgen.

Geldvermögensbildung in Deutschland im Wachstum

Die Geldvermögensbildung der deutschen Haushalte hat 2015 noch einmal deutlich um 27 Milliarden Euro zugelegt. In Folge kräftiger Einkommenszuwächse, solider Sparbeträge und einer höheren Kreditaufnahme brachten die Bundesbürger in der Summe 184,1 Milliarden Euro für die Geldvermögensbildung auf. Ende 2015 belief sich das Geldvermögen der Bundesbürger auf 5,5 Billionen Euro.

Entwicklung der Geldvermögensbildung Private Haushalte Deutschland

Die Geldvermögensbildung der deutschen Haushalte hat 2015 noch einmal deutlich zugelegt.

Den größten Zuspruch verzeichneten Bankeinlagen. Im Jahre 2015 konnten sie einen Zufluss in Höhe von 86,6 Milliarden Euro verzeichnen. Liquide Bankprodukte waren besonders gefragt. Profiteure der niedrigen Zinsen waren 2015 vor allem die Wertpapiere, die mit 31,9 Milliarden Euro einen deutlich höheren Zufluss verzeichneten als ein Jahr zuvor. Dabei waren Anteilsrechte und Investmentfonds besonders beliebt. Rentenpapiere wurden hingegen unterm Strich abgestoßen. Das Versicherungssparen stieg im vergangenen Jahr bereinigt um verzinslich angesammelte Überschussanteile um 65,5 Milliarden Euro und damit ähnlich hoch wie im Vorjahr.

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Über den Autor

Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring befasst sich seit über 30 Jahren beruflich mit Banken und Finanzdienstleistern. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers. Er ist Herausgeber von Der-Bank-Blog.de und hält Vorträge bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland.

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