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Sieben wertvolle Tipps für den Immobilienkauf

Die Zinsen für Baufinanzierungen liegen auf einem historisch günstigen Niveau und ermutigen viele Menschen zum Kauf einer Immobilie. Doch auch jetzt sollte man rund um den Kauf und die Finanzierung einige wichtige Grundregeln beachten, um unnötige Kosten zu sparen.

Tipps und Ratschläge für den Immobilienkauf

Wertvolle Tipps und Ratschläge für Kauf und Finanzierung einer Immobilie.

Bei Hypothekendarlehen mit zehn Jahren Zinsbindung sind Effektivzinsen von knapp über einem Prozent nicht unüblich. Allerdings können die Zinsen je nach finanzieller Situation des Kreditnehmers, des eingesetzten Eigenkapitals oder der gewählten Zinsbindungsdauer deutlich abweichen. Vor zehn Jahren lagen diese im Schnitt noch bei 4,2 Prozent.

Dennoch sollte man nicht blindlings einen Kredit aufnehmen, um seinen Traum vom Eigenheim zu realisieren. Der Bankenverband hat vor kurzem einige wertvolle Tipps und Hinweise veröffentlicht, die es zu beachten gilt.

1. Setzen Sie ausreichend Eigenkapital ein

Grundsätzlich gilt, je mehr Eigenmittel aufgebracht werden können, desto geringer ist der Darlehensbetrag, der aufgenommen werden muss. Das schlägt sich wiederum positiv auf die Konditionen nieder, denn das Darlehen ist schneller zurückgezahlt, das Risiko für Kunde und Bank nimmt ab und somit ist in der Regel auch der Zins niedriger.

Grundsätzlich empfiehlt sich eine Eigenkapitalsumme von 20 Prozent, bei sehr guter Bonität kann eine Finanzierung auch schon bei einer geringeren Eigenkapitalausstattung von der Bank genehmigt werden. Weist ein Käufer eine sehr gute Bonität auf, verfügt aber über wenig Eigenkapital werden in Einzelfällen auch sogenannte „100-Prozent-Finanzierungen“ bewilligt. Hier muss der Käufer jedoch bedenken, dass sich eine „100-Prozent-Finanzierung“ nur auf den Kaufpreis der Immobilie bezieht und nicht die Nebenkosten gemeint sind.

2. Planen Sie Nebenkosten ein

15 Prozent des Kaufpreises sollte man für Makler, Notar, Grunderwerbsteuer oder Behördenleistungen (zum Beispiel für das Bauamt) mit in die Kreditsumme einplanen und dafür zurücklegen.

3. Binden Sie sich langfristig

Wer jetzt baut, sollte langfristig denken. Angesichts des niedrigen Zinsniveaus sollte man eine langfristige Zinsbindung von mindestens zehn Jahren, besser noch 15 oder 20 Jahren wählen, denn die Zinsen können auch wieder steigen.

Wichtig ist es, Angebote von mehreren Banken einzuholen, bevor man sich entscheidet. Mit dem effektiven Jahreszins können Angebote mit gleicher Laufzeit bzw. gleicher Zinsbindungszeit verglichen werden.

4. Wählen Sie eine höhere Tilgungsrate

Bei einer Tilgungsrate von beispielsweise drei Prozent anstatt der früher meist üblichen ein Prozent ist der Kredit schneller zurückgezahlt und Sie sparen damit erhebliche Zinskosten.

5. Vereinbaren Sie ein Sondertilgungsrecht

Eine unerwartete Erbschaft, eine fällige Lebensversicherung oder eine Gehaltserhöhung: Die Möglichkeit, dass man einen Teil der Kreditsumme vorzeitig zurückzahlen kann (Sondertilgungsrecht),  muss in der Regel im Kreditvertrag von vornherein vereinbart werden, sonst können hierfür weitere Kosten anfallen.

6. Nutzen Sie ein Sonderkündigungsrecht

Immobilienkredite kann man nach einer Laufzeit von zehn Jahren kündigen. Dies können Kreditnehmer nutzen, um sich für die weitere Laufzeit einen günstigeren Zins zu sichern. Dafür sollte man aber bereits vor der Kündigung ein Angebot von seiner Bank einholen und anhand des Effektivzinses mit anderen Angeboten vergleichen.

7. Behalten Sie Ihre Anschlussfinanzierung im Blick

Eine Anschlussfinanzierung benötigt man, wenn die Zinsbindung des Darlehens ausläuft. Wer sich hier frühzeitig kümmert, kann je nach Restschuld und Zinskondition viel Geld sparen. Auch hier sollten die Angebote verschiedener Banken und Sparkassen verglichen werden.

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Über den Autor

Max Meier

Max Meier ist gelernter Bankkaufmann und schreibt regelmäßig für den Bank Blog Ratgeber über Themen für Kunden von Banken und Sparkassen.

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