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Immer weniger Deutsche interessieren sich für Finanzthemen

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Die niedrigen Zinsen scheinen auch die Begeisterung für Geld und Finanzen zu dämpfen. Einer aktuellen Studie zufolge interessieren sich immer weniger Menschen für Finanzthemen. Dabei kann gerade mehr Wissen helfen, beim Sparen höhere Erträge zu erwirtschaften.

Deutsche horten Bargeld

Fast jeder Vierte Deutsche bewahrt sein Vermögen als Bargeld zu Hause auf und verzichtet so auf Erträge

Das Wissen um Themen wie Vermögensaufbau, Altersvorsorge oder Steuern hält sich unter Bundesbürgern in Grenzen. Laut einer aktuellen Umfrage im Auftrag der Postbank interessiert sich nur jeder zweite Deutsche für Finanzthemen. Vor zwei waren es noch über 60 Prozent. Damals bekundeten knapp 36 Prozent der Befragten, dass sie sich nicht für Finanzen interessieren, heute sind es knapp 45 Prozent. Die niedrigen Zinsen scheinen viele Anleger zu verunsichern. Sie meiden chancenreiche Anlageformen und wenden sich von Finanzthemen eher ab.

Geldanlage Männersache?

Vor allem Frauen scheinen beim Thema Finanzen zu resignieren. Die Zahl der weiblichen Befragten, die sich überhaupt nicht mit Finanzthemen beschäftigt, stieg von 15 Prozent in 2015 auf knapp 29 Prozent in 2017. Dabei sollten gerade Frauen sich mit der richtigen Geldanlage befassen, denn im Alter müssen sie meist mit einer größeren Rentenlücke rechnen als Männer.

Viele Anleger verzichten auf Rendite

Die wachsende Finanzverdrossenheit der Bürger hat auch Auswirkungen auf das Anlageverhalten: Fast jeder Zweite parkt seine Ersparnisse auf dem Girokonto, knapp jeder Vierte bewahrt sie sogar zu Hause auf. Viele Sparer verzichten damit vollständig auf eine Rendite und gleichen so nicht einmal die Inflationsrate aus. Damit verlieren ihre Ersparnisse langsam aber kontinuierlich an Wert.

Dabei könnte man sein Geld auch bei den aktuell niedrigen Zinsen ertrags- und gewinnbringend anlegen, ohne unkalkulierbare Risiken einzugehen. Wertpapiere, wie z.B. Fonds oder ETFs bieten hierbei gute Möglichkeiten. Die Anlagestrategie muss allerdings individuell auf den Anleger zugeschnitten sein.

Wer jedoch Grundregeln beachtet – zum Beispiel Liquidität zu sichern und die Anlage möglichst breit zu streuen –, minimiert das Risiko und hat gute Chancen auf einen Ertrag oberhalb der Inflation.

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Über den Autor

Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring befasst sich seit über 30 Jahren beruflich mit Banken und Finanzdienstleistern. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers.
Aktuell bietet er Banken und Finanzdienstleistern Dienstleistungen im Bereich (Interims)Management und Beratung/Consulting an und vertritt die Firma Meniga, einen innovativen Anbieter von White-Label-Lösungen für Persönliches Finanz Management (PFM) im deutschsprachigen Teil Europas.
Darüber hinaus hält er Vorträge bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland.

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