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Girokonten werden teurer

Die Preise für die Kontoführung steigen auch 2017 weiter. Banken und Sparkassen führen neue Kontomodelle ein und Kunden müssen nun auch für Leistungen bezahlen, die vorher gratis waren. Laut einer aktuellen Untersuchung von Stiftung Warentest bieten immer weniger Institute ein kostenloses Girokonto an. Derzeit sind noch 24 Institute, vor einem halben Jahr waren es noch 33.

Steigende Preise fürs Girokonto

Viele Banken und Sparkassen haben die Preise für Girokonten erhöht

Kostenloses Girokonto wird zur Ausnahme

Das kostenlose Girokonto, bei dem alle Buchungen inklusive sind, die Girocard nichts kostet und keine Bedingungen zu erfüllen sind, gibt es immer seltener. Finanztest hatte im Sommer 2016 bei 104 Banken die Preise von 241 Kontomodellen untersucht. Zu diesem Zeitpunkt waren 33 davon Gratiskonten ohne Wenn und Aber. Angeboten wurden sie von Direktbanken ohne Filiale, regionalen Banken und zwei überregionalen Filialbanken. Vor zwei Jahren waren 13 Banken weniger im Test, aber es gab fünf Gratiskonten mehr. Auch die Zahl der Girokonten, die nur unter bestimmten Bedingungen – wie einem monatlichen Mindestgeldeingang – kostenlos sind, war zurückgegangen. Inzwischen ist die Zahl der Gratiskonten weiter gesunken. Stand 1. Dezember 2016 sind es laut unseren Recherchen noch 25 Gratiskonten ohne Wenn und Aber, bei 32 Kontomodellen ist die Gebührenfreiheit an bestimmte Bedingungen geknüpft.

Ab 60 Euro Jahrespreis sollten Bankkunden einen Wechsel erwägen

Für die Untersuchung ist Finanztest von einem Modellkunden ausgegangen, der das Konto ausschließlich online nutzt – so wie mehr als jeder zweite deutsche Bankkunde. Dies ist die günstigste Art der Kontoführung. Mehr als 60 Euro im Jahr inklusive Girocard und Onlinebuchungen sollte niemand bezahlen. Dieser Preis ist akzeptabel für die Abwicklung von Buchungen, je nach Bank das Bereitstellen von Geldautomaten, Beratung sowie sicherer Technik fürs Onlinebanking. Diese Grenze können auch Banken mit Filialen unterbieten. Wer mehr bezahlt – das können beim Modellkunden fast 200 Euro im Jahr sein – sollte einen Wechsel in Erwägung ziehen.

Drei Wege zur Preisersparnis

Es gibt drei Wege, die Kosten zu senken:

  1. Manchmal reicht es, sein Verhalten zu ändern, also das Konto anders als bisher zu nutzen.
  2. Wer ein teures Konto hat, sollte erst bei der eigenen Bank nach einem günstigeren Kontomodell fragen.
  3. Wenn das nicht zu einer Ersparnis führt, hilft ein Kontowechsel.

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Über den Autor

Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring befasst sich seit über 30 Jahren beruflich mit Banken und Finanzdienstleistern. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers. Er ist Herausgeber von Der-Bank-Blog.de und hält Vorträge bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland.

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