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Echt oder falsch? So erkennen Sie falsche Euronoten

Früher konnte man es auf jedem Geldschein nachlesen: „Wer Banknoten nachmacht oder verfälscht, oder nachgemachte oder verfälschte sich verschafft und in Verkehr bringt, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter zwei Jahren bestraft“. Doch wie kann erkennt man, ob eine Banknote gefälscht ist?

Achtung Falschgeld: So erkennen Sie gefälschte Euronoten

Achtung Falschgeld: So erkennen Sie gefälschte Euronoten

Erkennen Sie eine Blüte, wenn Sie sie sehen? Falschgeld verursacht weltweit Schäden in Millionenhöhe. Und noch schlimmer: Bringen Sie selber Falschgeld in Umlauf, machen Sie sich ebenfalls strafbar. Vor allem bei größeren Bargeldgeschäften mit unbekannten Personen ist die Gefahr groß, Blüten untergeschoben zu bekommen. Und das Geschäft blüht – im wahrsten Sinne des Wortes. Allein an 50-Euro-Scheinen sind Schätzungen zufolge 2.5147 Blüten im Umlauf. 20-Euro-Scheine zählen ebenfalls zu den Favoriten der Fälscher und selbst Münzen sind nicht vor Fälschungen sicher. Doch wie erkennt man eine gefälschte Banknote?

Immer mehr Falschgeld im Umlauf

Falschgeld ist ein stetig wachsendes Problem und das nicht nur in der Euro-Zone. Weltweit sind nahezu 900.000 gefälschte Banknoten im Umlauf. Dabei war das Jahr 2004 mit einer Summe von 6,1 Millionen Euro ein absolutes Rekordjahr für Falschgeld. Die Tendenz ist allerdings weiterhin steigend: Allein in Deutschland zählte man im ersten Halbjahr 2017 rund 39.700 Euro-Blüten. Der Großteil davon wird von Italien aus in den Umlauf gebracht. Rund 70 Prozent des gefälschten Papiergelds stammt aus Neapel. Aus gutem Grund gilt die italienische Hafenstadt als Hochburg der Fälscherwerkstätten und der Geldwäsche. Obwohl Banken und Geldinstitute eine vorherige eingehende Prüfung aller Kontoeröffnungs- und Kreditunterlagen vorgenommen haben, wird mit Falschgeld immer wieder auch Geldwäsche betrieben. Vor allem 20- und 50-Euro-Noten sind beliebt. Sie machen mit einem Anteil von 86 Prozent mit Abstand den Löwenanteil aus.

Gefälschte Euro-Blüten erkennen

Es gibt eine Reihe von Hinweisen, mit denen Sie Fälschungen einfach aufdecken können. Vor allem der Euro ist vergleichsweise schwer zu fälschen. Einen ersten Hinweis gibt bereits das Papier selbst: Blüten weisen eine wesentlich glattere Haptik auf und das Papier ist wesentlich dünner. Auch der Euro-Schriftzug ist, anders als bei Echtgeld, nicht spürbar. Bereits beim Befühlen der Note kann eine Blüte somit schnell erkannt werden. Weitere Hinweise befinden sich in den relevanten Sicherheitsmerkmalen. Bei einer echten Euro-Banknote wird im Gegenlicht die Wertzahl der Note sichtbar. Bei einer Blüte ist er entweder direkt aufgedruckt und somit immer sichtbar oder er fehlt ganz. Ein signifikantes Merkmal ist der Hologrammstreifen auf der Vorderseite. Er schimmert in allen Farben des Regenbogens – allerdings nicht bei einer gefälschten Note.

Gefälschtes Münzgeld: an diesen Merkmalen erkennen sie es

Die Fälscherbanden machen auch vor Münzgeld nicht Halt. Das ist vor allem deshalb gefährlich, weil die meisten Menschen nicht mit gefälschten Münzen rechnen. Auch sie sind jedoch erkennbar. Sie sind meist leichter als echte Münzen und weisen häufig Einkerbungen und Unregelmäßigkeiten an den Seiten auf. Der Rand einer echten Euro-Münze ist dagegen klar konturiert und gleichmäßig ausgeprägt. Das gilt auch für das Schriftbild, das bei einer Fälscher-Münze auffällig unsauber ist. Wenn Sie weiterhin unsicher sind, ob die Münze echt oder falsch ist, machen Sie den Magnet-Test. Echte Ein- und Zwei-Euro-Münzen werden sehr stark von Magneten angezogen, falsche dagegen bestehen meist aus einer Legierung aus Blei und Zink – und die ist nicht oder nur leicht magnetisch.

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Über den Autor

Maike Schmitt

Maike Schmitt hat Betriebswirtschaft studiert. Sie ist Redakteurin beim Bank Blog Ratgeber Finanzen und schreibt über verschiedene Verbraucherthemen.

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