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Die wichtigsten Versicherungen für die private Vorsorge

Bei der privaten Vorsorge für das Alter spielen Sicherheit und Rentabilität die Hauptrollen. Sechs Versicherungen sind dabei ein wichtige Bausteine, auf die niemand verzichten sollte. Wir zeigen, worauf dabei zu achten ist.

Vorsorge ist wichtig für ein Alter ohne finanzielle Sorgen

Wer im Alter sorgenfrei leben will, sollte frühzeitig vorsorgen.

Die Leistungen aus der gesetzlichen Rente reichen bei weitem nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard im Alter aufrecht zu erhalten. Private Vorsorge ist unerlässlich.

Im vergangenen Jahr haben die Deutschen mehr Geld für Versicherungen ausgegeben als jemals zuvor. Laut dem Branchenverbrand GDV verbuchten Lebensversicherungen, Schaden- und Unfallversicherungen sowie private Krankenversicherungen Beitragseinnahmen in Höhe von 216,0 Milliarden Euro. Das entspricht 6,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Lebensversicherungen, Pensionskassen und Pensionsfonds erzielten mit 102,5 Milliarden Euro das größte Plus gegenüber dem Vorjahr (11,3 Prozent).


Versicherungen als Baustein der Altersvorsorge

Den wenigsten ist jedoch bewusst, dass Versicherungen auch bei der Altersvorsorge eine wichtige Rolle spielen, auch wenn Rendite dabei nicht der entscheidende Faktor ist. Wer einen finanziell sorgenfreien Ruhestand genießen möchte, sollte auch nicht ausschließlich die klassischen Rentenversicherungen im Blick haben. Neben Kapitalaufbau können ein Pflegefall und andere Risiken eintreten. Daher spielt nicht allein die Rendite eine Rolle, vielmehr sollte neben der Absicherung der Langlebigkeit auch das finanzielle Risiko im Notfall eine wichtige Rolle spielen. Schließlich bringe es nichts, wenn zum Beispiel ein schwerer Unfall das gesamte Vermögen vernichtet

Sechs Versicherungen, die jeder haben sollte

Um die richtigen Prioritäten zu setzen, sollten vor allem existenzzerstörende und ‑bedrohende Risiken identifiziert und im zweiten Schritt die damit einhergehenden finanziellen Gefahrenpotenziale ausgeschaltet oder zumindest reduziert werden. Die Laureus AG Privat Finanz hat daher vor kurzem einen Überblick zu den wichtigsten Versicherungsarten für die private Altersvorsorge gegeben.

1. Privathaftpflicht

Eine Privathaftpflichtversicherung schützt vor hohen – schlimmstenfalls vor existenzzerstörenden – Haftungsansprüchen, beispielsweise aufgrund eines selbstverschuldeten Unfalls. Jeder Haushalt sollte daher zwingend eine Privathaftpflichtversicherung in ausreichender Höhe abschließen.

2. Risiko-Lebensversicherung

Eine Risiko-Lebensversicherung schützt die Hinterbliebenen im Todesfall und ist – für diesen Zweck – im Vergleich zur Kapitallebensversicherung meist die bessere Wahl. Da der Abschluss einer solchen Police im fortgeschrittenen Alter teuer ist, empfiehlt sich – wie bei vielen Versicherungen – „Je früher, desto besser“.

3. Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Wichtigkeit einer Berufsunfähigkeitsversicherung wird häufig unterschätzt. Und dies, obwohl mit dieser Police für den Fall eines Notfalles der Wert der Arbeitskraft versichert wird.

Kann aufgrund eventueller Vorerkrankungen eine Berufsunfähigkeitsversicherung nicht abgeschlossen werden, sind die Schwere Krankheitenvorsorge, die Grundfähigkeitsversicherung oder die Erwerbsunfähigkeitsversicherung unter Umständen Alternativen.

4. Unfallversicherung

Schon ein ungünstiger Fehltritt im Haushalt reicht aus, um die finanzielle Vorsorge aus dem Gleichgewicht zu bringen – und die Sparphase nicht wie geplant umsetzen zu können. Ein Unfall zählt zweifelsfrei zu den existenzzerstörenden Risiken, die entsprechend versichert werden sollten. Viele vergessen, dass bei einem Unfall auch hohe Kosten anfallen können, z.B. für notwendige Umbaumaßnahmen. Auch benötigte Hilfe im Haushalt und Betreuung im Alltag können die finanziellen Planungen aus dem Gleichgewicht bringen.

5. Pflegeversicherung

Die gesetzlichen Leistungen reichen nicht nur bei der Rentenversicherung schon jetzt nicht mehr aus, auch die der gesetzlichen Pflegeversicherung sind viel zu gering. Und: Besserung ist nicht in Sicht, im Gegenteil.

Aufgrund des medizinischen Fortschritts und besserer Lebensbedingungen werden die Menschen immer älter. Prognosen zufolge wird hierzulande die Zahl der pflegebedürftigen Personen in der sozialen Pflegeversicherung von derzeit rund 3,4 Millionen bis 2050 auf gut 5,3 Millionen Menschen zulegen. Auf der anderen Seite rücken aber nicht genügend junge Menschen nach, die in die umlagefinanzierte soziale Pflegeversicherung einzahlen. Immer weniger Beitragszahler in die Pflegeversicherung stehen einer zunehmenden Anzahl von Pflegebedürftigen gegenüber.

Es kann also gar nicht früh genug damit begonnen werden, wichtige Weichen für eine mögliche Pflegesituation zu stellen. Mit einer Pflegeversicherung wird nicht nur das eigene Vermögen, sondern unter Umständen auch das der Angehörigen geschützt. Denn sind die Ersparnisse aufgebraucht und übersteigen die Pflegekosten die laufenden Einnahmen der Pflegebedürftigen, haften mitunter die Angehörigen.

Um für einen möglichen Pflegefall vorzusorgen, stehen verschiedene Optionen zur Verfügung, am sinnvollsten erscheinen dabei die Pflegerenten- oder die Pflegetagegeldversicherung.

6. Private Rentenversicherung

Das „angenehmste“ zu versichernde Risiko ist die Langlebigkeit. Auf der anderen Seite zählt diese Absicherung aber auch zu den wichtigsten Aufgaben rund um die Altersvorsorge-Planung. Aus den regelmäßig verschickten Rentenbescheiden der gesetzlichen Rentenversicherung sollte jedem klar sein, dass die gesetzliche Rente nicht ausreicht, um im Alter den gewohnten Lebensstandard aufrecht zu halten.

Private Vorsorge ist also unerlässlich. Dazu sollte zunächst die Höhe der gesetzlichen Rente realistisch eingeschätzt werden, insbesondere in Verbindung mit dem Wunsch vieler Menschen, früher in Rente gehen zu wollen.

Mit welchen Finanzprodukten die so berechnete Lücke dann geschlossen werden kann, ist abhängig vom individuellen Bedarf und der jeweiligen Risikobereitschaft.

Vor allem aufgrund der auf absehbare Zeit anhaltenden Niedrigzinsphase sollten nicht nur sichere und gering verzinste Garantieprodukte gewählt werden. Flexible und höher rentierliche Fondsprodukte bilden dazu eine gute Ergänzung. Aufgrund der großen Gestaltungsmöglichkeiten kann dabei jeder eine auf seine Bedürfnisse zugeschnittene Police konfigurieren – staatliche Zulagen und Steuerprivilegien inklusive.

Die Zusammenstellung eines solchen Policen-Portfolios ist angesichts des unübersichtlichen Produktdschungels aber alles andere als ein Kinderspiel. Professionelle Beratung ist daher mehr als empfehlenswert.

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Über den Autor

Max Meier

Max Meier ist gelernter Bankkaufmann und schreibt regelmäßig für den Bank Blog Ratgeber über Themen für Kunden von Banken und Sparkassen.

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