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Das sind die sichersten Zahlungsarten im Urlaub!

Mit der Urlaubssaison locken jedes Jahr die typischen Touristenfallen, die schlimmstenfalls bares Geld kosten und die schönste Zeit des Jahres viel zu teuer machen. Mietwagen, Ferienhaus, Hotel, Souvenir und Tagestouren: Ohne Geld geht es wohl über den ersten Tag nicht hinaus. Dabei gibt es besonders sichere und bequeme Zahlungsvarianten, die sich im Ausland empfehlen.

Zahlungsmittel in einer Brieftasche

In einer Brieftasche befinden sich meist unterschiedliche Zahlungsmittel

Sicherheitsrisiko: Zahlung im Ausland

Deutschlandweit machen 47 Millionen Bürger jährlich Urlaub. Im Fokus steht eine unbeschwerte und lässige Zeit, in der Hektik, Beruf, Geld und Krankheit außen vor sind. Viele freuen sich das ganze Jahr auf den heiß ersehnten Urlaub im Ausland, ohne dabei einen Gedanken daran zu verschwenden, wie sie hier bezahlen. Ist es ohne weiteres möglich, auf die Girokarte zurückzugreifen? Was passiert, wenn das Portemonnaie mitsamt Karte und Bargeld gestohlen wird? Mit welchen Zahlungsarten fahren Urlauber im Ausland eigentlich am sichersten? Diese Fragen gehören zu den häufigsten Problemen, denen sich Verbraucher stellen.

Währungen, Gebühren und Kurse rechtzeitig prüfen

In einem ersten Schritt sollte jeder die Währung und den dazugehörigen Kurs überprüfen. In den meisten Fällen ist es sogar besser, vorab die gewünschte Geldsumme in der Landeswährung bei der eigenen Sparkasse oder Bank wechseln zu lassen und abzuholen. Denn hier werden die zulässigen Kurse, die aktuell gelten, gewährt.

Diese Garantie können Wechselstuben im Urlaubsland, direkt am Hotel oder am Flughafen nicht gewähren. Vorab gilt es, einen Blick auf die Gebühren zu werfen. Hier erwartet viele Urlauber eine der häufigsten Touristenfallen in den privaten und zum Teil inoffiziellen Wechselstuben in den Städten. Soll noch schnell etwas Geld getauscht werden, haben viele Besucher nicht die Zeit und die Lust, eine offizielle Stelle aufzusuchen. Der Wechselkurs fällt meist direkt am Eingang ins Auge. Was die meisten übersehen: Die Gebühren – die hinzukommen. Gehen die Kosten zusammen, entsteht zum Teil eine viel höhere Summe als bei der Bank.

Mit der Beantragung der gewünschten Geldsumme sollten Urlauber nicht zu lang warten. Gerade in den Hochzeiten kann es schnell zu einem finanziellen Stau kommen und die Reserve von beliebten Urlaubsländern ist aufgebraucht.

In keinem Fall wäre es ratsam, einzig und allein auf Bargeld zu setzen und alle Karten zuhause zu lassen. Geht das Bargeld verloren oder fallen Urlauber einem Diebstahl zum Opfer, ist das gesamte Reisebudget dahin. Eine sichere Kombination entsteht aus Bargeld und Kartenzahlung. Insbesondere der Mietwagen, die Ferienwohnung und Ausflüge sollten Urlauber einzig und allein mit der Karte bezahlen. Andernfalls würden sie eine enorm hohe Summe mit sich herumtragen.

Bares ist Wahres

Bei Deutschen ist Bargeld immer noch beliebtestes Zahlungsmittel

Der Mix macht’s: Bargeld und Girokarte gelten als sicher

Heutzutage gehört das Girokonto zu den geläufigsten Zahlungsmethoden, wenn es darum geht, Geld abzuheben oder direkt im Ausland zu bezahlen. Die Karten werden zumeist in jedem Land akzeptiert. Dennoch ist es hilfreich, sich vorab eine Information bei der eigenen Bank einzuholen. Bei dieser Gelegenheit sollten sich Verbraucher gleich über die Gebühren informieren, die im Zusammenhang mit der Kartenzahlung oder dem Abheben von Geld im Ausland entstehen. Tatsächlich gibt es im Ausland einige Banken, die keinerlei Gebühren erheben, wenn der Kunde Geld abhebt.

Tipp: Steht ein Urlauber am Geldautomat im Urlaubsland, sollte sich dieser niemals beim Abheben des Geldes die Landeswährung in Euro umrechnen lassen. Hier fallen oftmals Gebühren in Höhe von 10 % an, auf die Automatenbetreiber noch nicht einmal hinweisen müssen.

In das Handgepäck gehören die Notfallrufnummer für das Sperren der Geldkarte. Geht diese einmal verloren, können Verbraucher auf diese Weise kostenintensive Folgen vermeiden.

Bezahlen mit dem Smartphone per NFC

Das bargeldlose Zahlverfahren geht auf QR-Codes und die NFC-Funktechnik zurück. Wobei gerade Mobile Payments nur mit bestimmten Smartphones funktionieren. Derzeit ist die Auswahl der Anbieter recht eingeschränkt, das sollte sich in den nächsten Jahren jedoch ändern. 2017 ist in diesem Bereich noch reichlich Luft für Spekulationen, sodass sogar einige Anbieter, wie Yapital oder Mpass, wieder vollkommen verschwunden sind. Zu groß ist das Misstrauen der Nutzer, zu viele persönliche Daten von sich preiszugeben.

Wann Urlauber eine Kreditkarte brauchen?

Geht die Reise in die westlichen Länder, wie zum Beispiel in die USA, werden die meisten Rechnungen mit der Kreditkarte bezahlt. Dort ist es nicht einmal ungewöhnlich, eine Kugel Eis per Kreditkarte zu begleichen. Aber auch hier sind die Gebühren eine der teuersten Fallen, die Kunden erst nach dem Urlaub realisieren. Auch hier ist es besonders wichtig, sich vorab zu informieren und die Gebühren und Kosten ordentlich zu kalkulieren. Wer sich noch schnell mit einer Kreditkarte ausstatten möchte, kann einen Blick auf die kostenlosen Prepaidkarten werfen. Diese lassen sich dann mit einer beliebigen Summe aufladen.

Auch wenn der Urlaub nicht der Zeitpunkt ist, über finanzielle Sicherheiten und Versicherungen nachzudenken, sollten Kunden am besten gleich bei der Buchung recherchieren. Ist zum Beispiel eine Reiserücktrittsversicherung im Reisepaket enthalten? Bietet die eigene Krankenkasse eine Auslandskrankenversicherung? Kann ich als Urlauber problemlos mit der Girokarte zahlen und wenn ja, mit welchen Gebühren? Oftmals ist es sinnvoll, sich eine Checkliste der wichtigsten Fragen zusammenzustellen, um ein stimmiges Gesamtpaket zu schnüren und den Urlaub unbeschwert und gelassen zu verbringen.

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Über den Autor

Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring befasst sich seit über 30 Jahren beruflich mit Banken und Finanzdienstleistern. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers. Er ist Herausgeber von Der-Bank-Blog.de und hält Vorträge bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland.

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