Die digitale Transformation im Finanzwesen stellt hohe Ansprüche an Netzwerke. Stabilität, Sicherheit und Geschwindigkeit werden zum entscheidenden Erfolgsfaktor – für agile Prozesse, Echtzeittransaktionen und innovative Geschäftsmodelle.

Netzwerke bilden das Rückgrat digitaler Finanzprozesse.
Die digitale Transformation stellt den Finanzsektor vor gewaltige infrastrukturelle Aufgaben. Eine aktuelle Untersuchung von techconsult in Zusammenarbeit mit 1&1 Versatel und LANCOM Systems zeigt: Veraltete Netzwerktechnologien und der wachsende Bedarf an flexiblen Arbeitsmodellen bremsen viele Unternehmen aus.
Besonders die Modernisierung alter WAN-Architekturen (Wide Area Network) erweist sich als vordringlich. Mehr als die Hälfte der befragten IT-Entscheider gibt an, dass die bestehenden Systeme nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprechen – und damit ein Risiko für Stabilität und Effizienz darstellen.
Leistungsstarke Netze für Echtzeitgeschäft
Banken und Versicherungen sind auf zuverlässige, hochperformante Netzwerke angewiesen. Sie bilden das Fundament für die sichere Verarbeitung sensibler Kundendaten und die Durchführung von Transaktionen in Echtzeit.
Parallel wächst das Risiko von Cyberangriffen: 43 Prozent der Befragten sehen in der zunehmenden Digitalisierung eine wachsende Bedrohungslage. Neue Geschäftsmodelle, die in hohem Maße auf digitale Prozesse und sofortige Datenverfügbarkeit setzen, verschärfen den Handlungsdruck zusätzlich.

Der Finanzsektor kämpft mit veralteten Netzwerken – eine Modernisierung ist dringend notwendig.
Performance, Sicherheit und Verfügbarkeit
Die Anforderungen an moderne Netzwerke sind eindeutig: Höchste Verfügbarkeit, durchgängige Sicherheit und maximale Geschwindigkeit. Finanztransaktionen, Datenanalysen und neue Plattformen wie Neo-Broker erfordern eine Infrastruktur, die Spitzenlasten problemlos bewältigen kann.
Ein weiterer Faktor ist die Dezentralisierung der Arbeit. Homeoffice und mobile Workflows müssen mit der gleichen Stabilität und Compliance-Sicherheit unterstützt werden wie klassische Arbeitsplätze. Knapp die Hälfte der Befragten sieht hier noch deutlichen Optimierungsbedarf.
Hybrid-Architekturen setzen sich durch
Die Mehrheit der Finanzunternehmen setzt inzwischen auf hybride Netzwerktopologien. Sie verknüpfen zentrale Systeme mit lokalen Netzwerken in Filialen und Niederlassungen – eine Lösung, die sowohl Effizienz als auch Sicherheit gewährleistet.
Durch diese Architektur lassen sich sensible Bankdaten gesetzeskonform vor Ort verarbeiten, während zentrale Systeme die Koordination und Analyse übernehmen. Das beschleunigt Transaktionsprozesse und verbessert die Einhaltung regulatorischer Vorgaben.
Any-to-Any: Direkte Kommunikation zwischen Standorten
Rund 29 Prozent der befragten Unternehmen nutzen zusätzlich eine Any-to-Any-Topologie. Sie ermöglicht es, dass alle Standorte direkt miteinander kommunizieren und Daten in Echtzeit austauschen.
Diese Struktur eignet sich vor allem für Unternehmen mit hohem Synchronisationsbedarf, erfordert aber ein besonders robustes Sicherheits- und Managementkonzept. Entsprechend setzen vor allem große Player im Markt auf diesen Ansatz.
SD-WAN: Mischbetrieb dominiert
Auch beim Thema SD-WAN zeigt sich ein hybrides Bild. Viele Finanzinstitute betreiben ihre Netze teils selbst und greifen teils auf externe Managed-Services zurück. Auf einer Skala von 1 (reiner Eigenbetrieb) bis 5 (vollständiger Outsourcing-Ansatz) liegt der Durchschnittswert bei 2,71.
Dieser Mittelweg bietet Flexibilität: Unternehmen behalten Kontrolle über kritische Prozesse und profitieren zugleich von externem Expertenwissen.
Intelligente Priorisierung als Wettbewerbsvorteil
Schnelligkeit ist ein geschäftskritischer Faktor: 71 Prozent der Befragten priorisieren gezielt bestimmte Datenströme – etwa Börsentransaktionen, Zahlungsverkehr oder Videokonferenzen für die Kundenberatung. Jede Millisekunde kann entscheidend sein.
Durch intelligentes Traffic-Management lassen sich Ressourcen dort konzentrieren, wo sie den größten Nutzen bringen – eine Grundvoraussetzung für eine reibungslose Customer Experience und effiziente Abläufe.
Netzwerke strategisch modernisieren
Netzwerke sind längst nicht mehr reine IT-Basisinfrastruktur, sondern eine strategische Ressource. Sie bestimmen mit, wie schnell Banken und Versicherer auf Marktveränderungen reagieren und neue digitale Geschäftsmodelle umsetzen können.
Eine konsequente Modernisierung der Netzwerke ist daher unverzichtbar, um den steigenden Anforderungen von Kunden, Regulatorik und Wettbewerb gerecht zu werden – und die digitale Transformation erfolgreich zu meistern.
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