Management 2035: Die fünf Schlüssel zum Erfolg

Führung in Zeiten des Umbruchs

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Führung wird bis 2035 radikal neu definiert: Digitale Kompetenz, KI-Integration und strategische Agilität prägen die Führungsebene von morgen. Wer jetzt handelt, baut widerstandsfähige Strukturen und schafft den entscheidenden Vorsprung.

Die Zukunft von Führung und Management

Führung im Jahr 2035 erfordert digitale Kompetenz, Agilität und technologische Weitsicht.

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Das Unternehmensmanagement steht vor einem Jahrzehnt tiefgreifender Transformation. Digitale Disruption, geopolitische Instabilität, demografischer Wandel und veränderte Erwartungen der Arbeitnehmer definieren Führungsrollen neu. Veränderungen von Struktur, Kompetenzen und Zusammensetzung der Führung sind nicht länger optional, sondern unausweichlich.

Führungskräfte sehen sich mit systemischen Herausforderungen konfrontiert, die sofortiges Handeln erfordern. Veraltete Infrastrukturen müssen modernisiert werden, damit Innovationen schnell vorangetrieben und digitale Kompetenzen funktionsübergreifend genutzt werden können. Gleichzeitig erfordert der Fachkräftemangel neue Führungsansätze, während Wertewandel und Generationswechsel zusätzliche Dynamik ins Spiel bringen.

Inflation, regulatorische Veränderungen und fragile Lieferketten testen die Widerstandsfähigkeit von Organisationen. Hinzu kommen Technologien wie KI, Quantencomputing und maschinelles Lernen, die Entscheidungsprozesse, operative Abläufe und Wertschöpfung radikal verändern. Fehlende Nachfolgepläne gefährden zusätzlich die Kontinuität in einer Zeit, in der Anpassungsfähigkeit überlebenswichtig ist.

Neue Anforderungen an Führung und Management

Das Verständnis von Management wandelt sich: Vision und Erfahrung bleiben wichtig, reichen jedoch nicht mehr aus. Digitale Kompetenz, technologische Weitsicht und strategische Anpassungsfähigkeit werden zu entscheidenden Erfolgsfaktoren. Künstliche Intelligenz und andere Zukunftstechnologien machen klar: Bauchgefühl allein genügt nicht mehr.

Eine aktuelle Studie der Business- und Personalberatung Robert Half zeigt: Unternehmen stehen an einem Wendepunkt. Führungskräfte, die Technologien wie KI und Automatisierung nicht aktiv integrieren, riskieren den Anschluss. Die Studie beleuchtet technologische, personelle und strategische Herausforderungen der kommenden zehn Jahre und analysiert, wie Führungskräfte und Private-Equity-Investoren in Europa darauf reagieren.

Besonders deutlich wird: 84 Prozent der Befragten sehen KI als wichtigste Fähigkeit bis 2035. Die Führungsebene der Zukunft basiert auf Daten, Code – und Mut zur Veränderung. Rund die Hälfte der Entscheider erwartet, dass Führung künftig datenbasiert und KI-gestützt erfolgt, ohne dabei menschliche Werte und Intuition zu vernachlässigen.

Technologie als Partner der Führung

Nur jede zehnte Führungskraft glaubt, dass KI künftig alle Entscheidungen übernimmt. Die Mehrheit versteht die Technologie als intelligenten Partner, der Entscheidungsfindung unterstützt, neue Einblicke ermöglicht und Zeit für strategische Aufgaben schafft. Dazu gehören Vision, Stakeholder-Kommunikation, Krisenbewältigung und Talententwicklung.

Führung im Jahr 2035 erfordert heute Weiterbildung in digitalen Schlüsselthemen wie KI, Datenanalyse und Technologieverständnis – auch und gerade für Führungskräfte ohne technischen Hintergrund. Erfolgreiche Unternehmen fördern eine Kultur der Neugier und des Experimentierens, schaffen Räume für Innovation, initiieren Pilotprojekte, betreiben interne Labs oder gehen Partnerschaften mit Technologieanbietern ein.

Besonders kleine und mittlere Unternehmen sehen Handlungsbedarf bei IT-Sicherheit: 37 Prozent fordern gezielte Investitionen in Cyber- und Netzwerksicherheit. Bei großen Unternehmen liegt dieser Wert bei 31 Prozent, bei börsennotierten bei 32 Prozent und bei privat geführten bei 36 Prozent.

Führungskompetenz ausbauen

Viele Unternehmen wollen innovativ sein, scheitern jedoch an fehlender digitaler Kompetenz in der Führung. Benötigt werden gezielte Qualifizierungsprogramme und klare Strategien, um Führungsteams für Technologie, Transformation und Talententwicklung fit zu machen.

Bis 2035 wird die Führungsebene nicht mehr durch funktionale Silos geprägt sein, sondern durch strategische Agilität, digitale Kompetenz und kollaborative Führung. Die Zukunft gehört den Unternehmen, die heute handeln, um Führungskräfte zu identifizieren, zu entwickeln und zu befähigen, erfolgreich durch komplexe Situationen zu navigieren.

5 Empfehlungen für zukunftsfähige Führung

Um die Herausforderungen der kommenden Jahre erfolgreich zu meistern, müssen Unternehmen ihre Führungsebene strategisch weiterentwickeln. Zukunftsfähige Führung erfordert mehr als Vision und Erfahrung.

Die folgenden fünf Empfehlungen zeigen, wie Organisationen Führungskräfte gezielt fördern, Strukturen anpassen und Wissen nachhaltig sichern können.

1. Führungsgremien neu denken

Die Zusammensetzung der Führungsebene muss überdacht werden. Unternehmen sollten gezielt Transformationsverantwortliche benennen, beispielsweise Chief Transformation Officers, Chief AI & Data Officers oder Mentoren für digitale Kompetenz. Gleichzeitig gilt es, Stakeholder-orientierte Rollen wie Personal-, Kommunikations- und Marketingverantwortliche aufzuwerten. Sie bilden strategische Anker für Vertrauen und Engagement.

2. Eine doppelte Führungspipeline aufbauen

Kurzfristig sollten Unternehmen Führungsfunktionen für Talentmanagement, KI-Integration und technologische Transformation schaffen. Mittelfristig empfiehlt sich der Aufbau strukturierter Nachfolgeprogramme. Hier spielen Leadership-Development-Manager und Verantwortliche für Nachfolgeplanung eine zentrale Rolle, um Kontinuität in der Führung sicherzustellen.

3. Führungskompetenzen stärken

Die nächste Generation von Führungskräften muss adaptives Führungsverhalten entwickeln, das datenbasierte Entscheidungsfindung mit emotionaler Intelligenz und werteorientiertem Denken verbindet. Klassische Fähigkeiten wie Strategieentwicklung und finanzielles Verantwortungsbewusstsein müssen um moderne Kompetenzen wie Datenflüssigkeit, Agilität und Storytelling ergänzt werden.

4. Die Vorbereitungs­lücke schließen

Unternehmen sollten kontinuierliches Lernen in Bereichen wie KI, ESG und funktionsübergreifender Führung fest verankern. Gamifiziertes Lernen, Peer-Mentoring und Simulationstrainings helfen, Führungskräfte auf volatile Szenarien vorzubereiten und die Handlungsfähigkeit zu stärken.

5. Wissenstransfer sichern

Erfolgreiche Unternehmen institutionalisieren den generationenübergreifenden Wissenstransfer zwischen Babyboomern, Generation X und den jüngeren Generationen Y und Z. Storytelling und simulationsbasierte Trainings sind wirkungsvolle Mittel, um Führung unter Stress zu testen und erfahrungsbasiertes Lernen zu beschleunigen.

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Über den Autor

Dr. Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring ist Herausgeber des Bank Blogs und der Finanzbranche seit über 30 Jahren beruflich verbunden. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers. Als Experte für Strategien in den Bereichen Digitalisierung, Innovation und Vertrieb ist er gefragter Referent und Moderator bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland.

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