Die Stimmung am Kryptomarkt schwankt, doch das Interesse bleibt hoch. Eine aktuelle Studie zeigt, wie Investoren ihr Vermögen in digitale Assets verteilen, welche Anlegertypen dominieren und welche Chancen sich für Anbieter in Zukunft eröffnen.

Digitale Assets bleiben ein fester Bestandteil in Anlegerportfolios – mit Bitcoin, Ethereum und Solana an der Spitze.
Digitale Assets, insbesondere Kryptowährungen, haben ihren Platz in der Mitte der Gesellschaft gefunden. Dazu tragen mehrere Entwicklungen bei: Einerseits schaffen Regulierungen wie die europäische Markets in Crypto Assets Regulation mehr Transparenz und Rechtssicherheit. Andererseits reagiert auch der Markt selbst auf die wachsende Nachfrage. In den USA wurden erste Bitcoin-ETFs genehmigt, und selbst etablierte Finanzinstitute im deutschsprachigen Raum eröffnen ihren Kunden inzwischen den Zugang zu Investitionen in digitale Assets.
Wie schnell sich die Stimmung am Kryptomarkt drehen kann, hat das vergangene Jahr eindrucksvoll gezeigt. Nach einer Phase der Unsicherheit setzte der Markt im letzten Quartal zu einem Comeback an. Das Interesse an digitalen Assets ist ungebrochen – viele Investoren allokieren einen signifikanten Anteil ihres Gesamtvermögens in diese Anlageklasse.
Krypto-Investoren und Krypto-Skeptiker
Eine aktuelle Studie von KPMG und BTC-ECHO, die mehr als 2.400 Investoren und Krypto-Skeptiker im deutschsprachigen Raum befragt hat, liefert dazu detaillierte Erkenntnisse. Sie untersucht Anlageverhalten, Präferenzen und Hindernisse, identifiziert unterschiedliche Investorentypen und zeigt, welche Faktoren Skeptiker von einem Einstieg abhalten.
Die Ergebnisse erlauben Rückschlüsse auf künftige Wachstumspotenziale. Gleichzeitig bietet der Vergleich mit früheren Erhebungen wertvolle Einblicke in veränderte Verhaltensmuster, insbesondere in der Risikoeinschätzung.
Wachsende Anteile im Portfolio
Das Interesse an Kryptowährungen bleibt hoch. Im Durchschnitt investieren die Befragten inzwischen 29 Prozent ihres Gesamtvermögens in digitale Assets – ein Anstieg gegenüber 27 Prozent im Jahr 2024. Der Anteil wächst damit seit der ersten Erhebung im Jahr 2022 kontinuierlich.
Mehr als die Hälfte der Anleger (61 Prozent) hält über 20 Prozent ihres Vermögens in Digital Assets. Zudem planen 74 Prozent, auch künftig weitere Investitionen in diesem Bereich vorzunehmen. Besonders bemerkenswert: 76 Prozent derjenigen, die über 50 Prozent ihres Vermögens in Krypto halten, verfolgen einen mittel- bis langfristigen Anlagehorizont von drei bis über fünf Jahren.
Gleichzeitig bleibt die Diskrepanz zwischen Registrierung und Nutzung bestehen. Viele Investoren sind zwar auf mehreren Kryptobörsen registriert, nutzen diese jedoch nicht aktiv.
Drei Typen von Krypto-Investoren
Die Studie identifiziert – wie schon im Vorjahr – drei zentrale Archetypen:
- NextGen: Junge Menschen vor dem Berufseinstieg, die neu im Markt sind, wenig Risikobedenken haben und ein hohes Handelsvolumen in einem Mix aus etablierten und weniger bekannten Coins bewegen.
- High-Earners: Einkommensstarke Anleger mit Renditefokus, die auf mehreren Börsen aktiv sind und ihre Investments in Digital Assets weiter ausbauen wollen.
- Best Ager: Erfahrene Investoren mit niedriger Handelsfrequenz, die Krypto-Investments primär zur Altersvorsorge nutzen und nur eine geringe Erhöhung ihrer Positionen planen.
Bei der Auswahl von Kryptobörsen stehen nach wie vor Sicherheit (82 Prozent), Ein- und Auszahlmöglichkeiten (66 Prozent) sowie Transaktionskosten (66 Prozent) im Vordergrund. Gleichzeitig gewinnt die Vielfalt handelbarer Kryptowährungen an Bedeutung. Für mehr Sicherheit und besseren Service akzeptieren viele Investoren höhere Gebühren.
Bitcoin dominiert, Solana legt zu
80 Prozent der Investitionen der Befragten konzentrieren sich auf die zehn führenden Kryptowährungen. Unangefochten an der Spitze steht Bitcoin mit einer Verbreitung von 90 Prozent (minus ein Prozentpunkt gegenüber Vorjahr).
Ethereum folgt mit 79 Prozent und leichtem Zuwachs. Auffällig ist der deutliche Sprung von Solana, das mit 60 Prozent einen Zuwachs von 13 Prozent verzeichnet und sich damit den dritten Platz im Ranking sichert. Ripple (48 Prozent) und Cardano (46 Prozent) komplettieren die Top Fünf, wobei Cardano zwei Plätze verliert.
Insgesamt zeigt sich eine klare Fokussierung auf die größten Coins: 80 Prozent der Anleger sind in den Top Ten investiert.
Sicherheitsbedenken bleiben bestehen
Das Risikoempfinden bleibt gespalten. 32 Prozent der Befragten stufen Digital Assets als eher sicher ein (minus zwei Prozent zum Vorjahr), während 68 Prozent sie als eher riskant bewerten (plus zwei Prozent).
Als größte Risiken nennen die Anleger Marktmanipulation (47 Prozent), regulatorische Unsicherheit (57 Prozent) und Finanzkriminalität (51 Prozent). Diese Bedenken prägen weiterhin die Investitionsentscheidungen und die Wahl von Handelsplattformen.
Kryptoskeptiker als Wachstumspotenzial
Die Gruppe der Kryptoskeptiker bietet erhebliches Entwicklungspotenzial. Ihr Einkommen liegt auf ähnlichem Niveau wie das der aktiven Investoren. 55 Prozent verfolgen eine eher konservative, langfristige Anlagestrategie, 15 Prozent sind überhaupt nicht investiert – und 29 Prozent sind jedoch durchaus risiko- und renditeorientiert.
Gerade diese renditeorientierten Skeptiker könnten mit gezielten Informationen und verbesserten Sicherheitsmaßnahmen für den Markt erschlossen werden. Für Anbieter von Digital Assets eröffnet sich hier ein attraktives Wachstumsfeld.
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