Wie Baufinanzierung, Homeoffice und Homeschooling zusammenpassen

Homeoffice-Arbeit im Zeichen von Corona

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Schulen schließen, Mitarbeiter werden auf verschiedene Standorte aufgeteilt oder arbeiten von zuhause. Das Ergebnis nach zwei Wochen: Es funktioniert! Aber wie? Was hilft in der Praxis und was hat das mit einer Immobilienfinanzierung zu tun?

Homeoffice im Zeichen der Corona-Krise

Im Zuge der Corona-Krise arbeiten viele Menschen von zuhause aus.

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Durch die Corona-Krise arbeiten plötzlich viele Menschen von zuhause aus. Homeoffice kennen viele. Sei es regelmäßig, um Handwerkertermine wahrzunehmen oder kurzfristig kranke Kinder zu betreuen. Anders verhält es sich bei einer dauerhaften mobilen Organisation von Arbeit, Haushalt und Kinderbetreuung. Wie alle Unternehmen im Finanzbereich verfügt die 1822direkt über ein Notfallkonzept. Es wird jährlich unter Livebedingungen getestet. So waren wir gut vorbereitet. Die Technik ist jedoch nur die eine Seite.

5 Leitsätze für die Arbeit im Home Office

Kita zu, Schule zu, Spielplatz zu, Großeltern tabu, Vereine geschlossen – was jetzt? Die fehlende Ausweichmöglichkeit ist bei einer straffen Familienorganisation der absolute Super-GAU. Das so sorgsam austarierte Betreuungssystem droht zu kollabieren. Vor zwei Wochen war es mir noch ein Rätsel, doch mit ein paar Punkten konnte es gelingen.

Homeoffice bedeutet Disziplin und eben nicht verschiedene Aktivitäten unter einen Hut zu bringen.

Deswegen am besten die eigenen Leitsätze für eine gute Homeoffice-Organisation auf die Kinder erweitern:

1. Keine Gemütlichkeit!

Klar ist es schön, den ganzen Tag im Schlafanzug zu verbringen. Ratsamer ist es, sich so zu verhalten als wäre ich im Büro oder in der Schule. Es wartet schließlich ein ganz „normaler“ Werktag auf einen. Etwas überspitzt formulierte es Karl Lagerfeld: „Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.“

2. Entgegne der Prokrastination!

Jeder Arbeitnehmer mit Kindern kennt den durchgetakteten Morgen. Warum jetzt nicht einmal entspannt mit den Kindern frühstücken und Anziehen, Zähne putzen, Haare kämen in den Vormittag verlegen. Bitte nicht! Besser zur gewohnten Uhrzeit anfangen zu arbeiten und die Kinder mit Schultätigkeiten beginnen lassen.

3. Kein Multitasking!

Was im Büro nicht geht, geht auch von zu Hause aus nicht. Nebenbei die Lieblingsserie schauen, das Mittagessen vorbereiten oder die Wohnung putzen, funktioniert genauso gut, wie beim Telefonieren eine E-Mail zu schreiben, nämlich gar nicht. Ihr Gesprächspartner merkt es und die Qualität ihrer Arbeitsergebnisse leidet. Deswegen die Kinder an ihren eigenen Schreibtisch platzieren oder ins Kinderzimmer schicken. Lieber Pausen einbauen und dann mit voller Aufmerksamkeit für die Kinder da sein.

4. Arbeite wie bisher!

Zwar kann ich bestimmt im Bett meine Texte tippen, so richtig produktiv ist das nicht. Somit lieber den Küchentisch als Schreibtisch am Morgen herrichten und abends das Büro wieder abräumen. So trennt sich zudem leichter das Privat- vom Arbeitsleben. Die Kinder benötigen ebenso einen ruhigen Platz für ihre Tätigkeiten.

5. Sorge für die richtige Ausstattung!

Wer viel telefoniert, benötigt ein gutes Headset; wer viele Dokumente bearbeitet, einen großen Bildschirm und eine stabile Internetverbindung. Die Kinder benötigen genauso einen Arbeitsplatz mit allen Schulunterlagen und den notwendigen Utensilien.

Parallelbetrieb von Homeoffice und Homeschooling?

Schnell und kurz geantwortet: Vergiss es! Selfschooling ist angesagt!. Die Kinder erhalten Aufgaben, die sie selbstständig zu lösen haben. Eine kurze Erläuterung, was zu machen ist und wo Hilfen zu finden sind, reicht völlig aus. Am ersten Tag noch schwierig, doch mit der zunehmenden Zeit wächst die Selbstständigkeit und der Ehrgeiz, es alleine zu schaffen. Am Abend werden dann die Ergebnisse selbstverständlich kontrolliert.

Machen die Kinder dann fünf Stunden zu Hause Aufgaben? Nein, natürlich nicht. In Abhängigkeit des Alters reicht die Konzentration für eine bis maximal anderthalb Stunden. Jetzt ist natürlich die Frage, was passiert danach?

Alternativen zum virtuellen Klassenzimmer

Wie schön wäre es, wenn die Kinder sich mit Ihrem Notebook in ihr Zimmer begeben, und die Lehrerin oder der Lehrer im virtuellen Klassenraum bereits auf sie warten. Was im Arbeitsleben durch Videokonferenzen Alltag wird, ist im Schulalltag noch Zukunft. Andere Möglichkeiten sind:

Fernsehen und Internet

  • Im WDR gibt es täglich um 11:30 Uhr eine Sendung mit der Maus und danach Fragen und Antworten rund um das Corona-Virus.
  • ARD-alpha sendet täglich von 9 – 12 Uhr verschiedene Lernformate – einfach ins Programm schauen und das Passende heraussuchen.
  • Auf planet-schule.de gibt es eine Übersicht zu weiteren Sendungen sowie ganze Unterrichtseinheiten mit Filmen, Texten und Selbstkontrollen.

Lernprogramme

  • Anton als App oder über das Internet abrufbar – verschiedene Online-Übungen von der 1. – 10. Klasse.
  • Antolin – Bücher lesen und Fragen beantworten und viele Punkte sammeln. Daneben wird die Welt mit verschiedenen Zeitungsartikeln erklärt.

Wie kann ich Fragen meiner Kinder zum Virus und zur Situation erklären?

Das ist vom Alter des Kindes abhängig. Das Infoblatt COVID-19: Tipps für Eltern ist hilfreich und übersichtlich gestaltet.

Keine Angst vor Emotionen

Homeoffice bedeutet viele Telefonate. Kann das mit Kindern gelingen? Trotz Regeln sind Ihre Kinder keine Roboter. Meine Erfahrung: Es ist ein Unterschied, wenn ein Mitarbeiter oder ein Kind kurz stört. Für das Kind hat ihr Gegenüber Verständnis. Wenn am Ende einer Woche mit doppelter Belastung ein Geschäftspartner sie nach Ihrer Gemütslage fragt, ist es ehrlich gemeint. Statt Kommunikationsfloskeln besteht so die Chance, persönlich und sachlich besser miteinander zu kommunizieren, wie es Schulz von Thun in seinem Klassiker „miteinander reden“ dargestellt hat.

Was hat das alles mit Baufinanzierung zu tun?

Eines meiner Tätigkeitsfelder ist die Digitalisierung der Immobilienfinanzierung (s. letzten Blog-Beitrag). Wir stehen noch am Anfang, doch die Prozesse für die Baufinanzierung mit dem ImmoMaster der 1822direkt haben das mobile Arbeiten erleichtert. Die Unterlagen sind digitalisiert oder werden online abgerufen. Kunden führen ihre Berechnungen von zuhause aus durch und die Beratung erfolgt telefonisch. Einzig für Versendung und Rücklauf des Vertrages gilt es noch eine Lösung zu finden.

Die eigentliche Bewährungsprobe wird nun außerhalb der Digitalisierung auf die Kreditinstitute zukommen. Die Auswirkungen sind derzeit noch nicht absehbar. Doch die ersten Insolvenzen und Beantragungen von Kurzarbeit gibt es. Es wird sich zeigen, wie dies die Tragfähigkeit der Finanzierungen beeinflusst. Hier werden schnelle Konzepte gefragt sein.

Fazit: Mammutaufgabe für alle

Die Technik steht und ermöglicht ein Arbeiten im Homeoffice. Die ersten zwei Wochen sind gut gelaufen. Natürlich war es nicht immer perfekt und so locker, wie es hier klingt. Doch die Leitlinien zum Homeoffice und Alternativen zum Unterricht helfen wirklich. Mit der richtigen Mischung aus Gelassenheit und Disziplin gelingt vieles, was vorher nicht denkbar gewesen ist.

Insgesamt bleibt die Bewältigung eine Mammutaufgabe für uns alle. Sie zu lösen, wird um so besser funktionieren, je größer ein gemeinsames Verständnis entwickelt wird von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, Eltern und Kindern, Kreditgebern und Kreditnehmern. In diesem Sinne bleiben Sie gesund!

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Über den Autor

Alexander Naumann

Alexander Naumann ist Bereichsleiter Kundenservice und Immobiliencenter bei der 1822direkt, der Online-Tochter der Frankfurter Sparkasse. Nach der Ausbildung zum Bankkaufmann, dem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität in Frankfurt und einem Aufbaustudium in Wirtschaftsrecht sowie Weiterbildungen in Design Thinking u.a. an der TU Delft durchlief er zuvor verschiedene Stationen in Vertriebs- und Stabsbereichen.

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