Strategisches Management entscheidet darüber, ob Banken im Wettbewerb bestehen, Veränderungen meistern und Chancen nutzen. Ambition und Vision allein reichen nicht – entscheidend ist die konsequente Ausrichtung auf ein gemeinsames Ziel.

Wunder ersetzen nur selten eine gute Strategie…
Führungskräfte in Banken und Sparkassen eint ein gemeinsames Ziel: Sie wollen ihr Institut nicht nur heute erfolgreich führen, sondern zugleich die Weichen für eine stabile und rentable Zukunft stellen. Dazu gehört, den Wettbewerb im Blick zu behalten, mutige Entscheidungen zu treffen und die Organisation auf Veränderung einzuschwören. Doch all dies ist ohne eine fundierte Strategie kaum möglich.
Warum Strategie unverzichtbar ist
Eine gute Strategie befähigt Banken, innovativ zu sein, Hürden zu überwinden und Mitarbeiter auf ein gemeinsames Ziel auszurichten. Sie schafft Klarheit, inspiriert zum Handeln und stärkt gleichermaßen aktuelle Ergebnisse wie zukünftiges Wachstum.
Doch während es zahlreiche Modelle und Definitionen gibt, bleibt die eigentliche Herausforderung in der Praxis: Was macht eine erfolgreiche Strategie wirklich aus – und wie wird sie umgesetzt?
Die drei Säulen einer starken Strategie
Eine Strategie ist mehr als ein Papier für die nächsten drei bis fünf Jahre. Damit sie Wirkung entfalten kann, braucht es drei zentrale Grundlagen:
- Eine klare Definition – einfach, verständlich und in der gesamten Organisation gültig.
- Einen strukturierten Rahmen – der hilft, strategische Fragen zu durchdringen und innovative Antworten zu entwickeln.
- Einen systematischen Prozess – für Entwicklung, Umsetzung, Monitoring und Anpassung an Markttrends.
Sieben Schritte zur erfolgreichen Umsetzung
Viele Banken ziehen Unternehmensberater hinzu, um Orientierung und Klarheit zu gewinnen. Doch die Erfahrung zeigt: 70 bis 90 Prozent aller Strategien werden nie vollständig umgesetzt. Der Grund liegt selten im Konzept, sondern in der fehlenden Verankerung im Alltag.
Dabei kann man die Umsetzung einer Strategie mit sieben einfachen Schritten sicherstellen:
1. Frühzeitige Beteiligung aller Stakeholder
Vor dem Beginn der Ausarbeitung einer Strategie, sollte man sich überlegen, wer bei der Umsetzung der Strategie eine Schlüsselrolle spielen wird. Diese Personen gilt es vom ersten Tag an einzubeziehen.
2. Ausrichtung der Teams auf die Strategie
Die Umsetzung einer Strategie muss Teil des Alltags sein. Dazu muss die Strategie die tägliche Arbeit unterstützen und vice versa.
Es gilt, sicherzustellen, dass jede Funktion, jede Abteilung, jedes Team in der gleichen Richtung am selben Strang ziehen.
3. Einbezug des Tagesgeschäftes
Nicht alles muss neu erfunden werden. Business-as-Usual hat in Teilen seine Berechtigung. Es gilt, herauszufinden, welche Teile der Strategie im Rahmen der bestehenden Routinen ausgeführt werden können und worauf man seine Anstrengungen besonders konzentrieren sollte.
4. Bereitstellung gezielter Unterstützung
Die Umsetzung einer Strategie ist kein Selbstläufer. Bereiche und Teams müssen mit den notwendigen Informationen, Werkzeugen, Budgets und Ressourcen ausgestattet werden, um erfolgreich sein zu können.
5. Controlling der Ergebnisse
Wird getan, was geplant und versprochen wurde? Werden die Ergebnisse erzielt, die erwartet wurden? Sind Anpassungen der Strategie notwendig?
Strategien sind keine Fixpunkte, sondern müssen kontinuierlich verfolgt und bei Bedarf angepasst werden. Es gilt, sicherzustellen, dass alle an Bord bleiben.
6. Übernahme der Verantwortung für die Strategie
Verantwortung für eine Strategie kann nicht delegiert werden. Hier ist und bleibt die Führung in der Pflicht, Verantwortung zu übernehmen. Top-down für alle Ebenen gilt der Grundsatz, mit gutem Beispiel voranzugehen.
7. Öffnung des Strategieprozesses
In vielen Banken findet strategische Planung noch immer hinter den verschlossenen Türen der obersten Führung statt. Viel sinnvoller ist es, die gesamte Organisation einzubinden. Strategische Planung sollte transparent, dynamisch und entwicklungsfähig sein. Nur so kann Strategie lebendig erhalten und permanent weiterentwickelt werden.
Fazit: Strategie als Führungsaufgabe
Strategisches Management in Banken ist kein Einmalprojekt, sondern ein dauerhafter Prozess. Nur wenn Definition, Struktur und Prozess stimmen und die Umsetzung konsequent verfolgt wird, entfaltet Strategie ihre Wirkung.
Der Schlüssel liegt in einer klaren Ausrichtung, der aktiven Einbindung aller Mitarbeiter und einer Führung, die Verantwortung übernimmt. So wird strategisches Management zum Motor für nachhaltigen Erfolg.




