Digitalisierungs-Bildung ist Grundlage zukünftigen Wohlstands

Bei der digitalen Transformation muss gehandelt werden

Die Grundlagen und Erfolgsfaktoren des heutigen wirtschaftlichen Wohlstands müssen auf das Zeitalter der Digitalisierung übertragen werden. Dazu gehören „DIGITAL-KUNDE“ in Schulen und Ausbildungsbestrieben und ein „DIGITALISIERUNGS-AUDIT“ für Unternehmen.

Wettrennen der Digitalisierung

Das Wettrennen um die besten Plätze bei der Digitalisierung hat längst begonnen.

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Die Grundlagen unseres heutigen Wohlstands verdanken wir einer breiten und umfassenden Bildung unserer Gesellschaft. Die vergangenen Megatrends der Elektrifizierung, der Massen-Mobilität und der Automatisierung wurden durch große und weltbekannte Industrieunternehmen in Deutschland als Weltmarktführer am schnellsten und qualitativ umgesetzt. Zugleich hat Deutschland eine ausgeprägte wirtschaftliche Mittelstandsstruktur, die sich erfolgreich als „Hidden Champions“ ebenfalls auf Weltmärkten positioniert hat.  Beide Unternehmensgruppen haben zu einem großen und breit verteilten Wohlstand in Deutschland beigetragen und basieren auf einem gut ausgebildeten Potential von Arbeitnehmern.

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Der nächste Megatrend der „Digitalisierung“ ist bereits in der globalen Umsetzung. Märkte werden neu verteilt und Produkte und Dienstleistungen neu erfunden oder grundlegend verändert. Wir sprechen bereits vom „GDD“ dem „globalen digitalen Darwinismus“.

Notwendigkeit einer digitalen Bildung

Wir wissen, dass eine Evolution der Bildung in Bezug auf Inhalte und Lehrmethoden notwendig ist. In einem sich rasch wandelnden Umfeld müssen Lehrinhalte angepasst werden und Grundlagen der Wirkung und Auswirkung der Digitalisierung gelehrt werden. Wer über das „Morgen“ spricht, muss das „Heute“ verstanden haben.

Nur wer Basiswissen und Grundlagen der Digitalisierung und deren Wirkungen verstanden hat, kann komplexe Fragestellungen einordnen und kreativ weiterentwickeln und neue digitale Geschäftsmodelle erschaffen und managen. Wir haben kein Erkenntnisproblem, sondern ein Problem der zeitnahen Umsetzung vor Ort in Berufsschulen und Unternehmen.

Handlungsfähigkeit durch Umsetzung der Digitalisierung erhalten

Aktuelle Zahlen und Trends des Arbeitsmarktes zeigen einen deutlichen Fachkräftemangel, der die Umsetzung der Digitalisierung in unserem Land hemmt. Ohne Menschen und gut ausgebildete Fachkräfte wird die erfolgreiche digitale Transformation nicht gelingen. Dieser Fakt ist mit Blick auf die bisher erfolgreiche wirtschaftliche Umsetzung der vergangenen Megatrends nachweisbar. Zukünftiger wirtschaftlicher Erfolg wird von der erfolgreichen Umsetzung der Digitalisierung abhängen!

Aus Erkenntnis muss Handeln erfolgen

Gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Finanz- und Bankmanagement der Universität in Siegen haben die Herausgeber des Transformations-Magazins nach monatelanger Vorbereitung im Rahmen eines Fokus-Workshops mit Praktikern aus verschiedenen Branchen die Erfolgsfaktoren einer Digitalisierung diskutiert und validiert. Bei der Veranstaltung wurde einmal mehr deutlich, wie wichtig der Austausch zwischen den verschiedenen Akteuren und Disziplinen ist.

Die Umsetzung der Digitalisierung ist Team-Arbeit. Erfahrungen aus Projektumsetzungen zeigen, dass bei der erfolgreichen Umsetzung der Digitalisierung in Unternehmen nur 10 Prozent Technik-IT-Wissen notwendig, aber zu 90 Prozent vorhandenes Prozesswissen und ein zukunftsgerichtetes Mind-Set Voraussetzung sind.

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Metafaktoren mit Nutzenpotentialen erkennen

Ein kritischer Blick auf die in den letzten Jahren erfolgreichen digitalen Geschäftsmodelle, ließ erkennen, dass es wiederkehrende und übergeordnete Meta-Faktoren sind, die ein erfolgreiches Geschäftsmodell auszeichnen. Extrahiert man diese Meta-Faktoren mit dem Verständnis der Nutzungspotentiale und setzt sie in unterschiedlicher direkter Verkettung und indirekter Vernetzung zusammen, lassen sich daraus neue potentielle Geschäftsmodelle als Neugründungen oder als Evolutionen bestehender Geschäftsmodelle entwickeln.

Diese Erkenntnisse und die Wirkungsrichtungen und Verknüpfungen wurden im Rahmen eines „Digitalisierungs-Audit“ dokumentiert. Dieses Digitalisierungs-Audit wird die Grundlage eines veränderten Ratings bilden. Wir müssen zukünftig das Risiko der „Nicht-Digitalisierung“ messen. Je nach Branche und Größe des Unternehmens lassen sich auf der Basis – analog zu einem Datenschutz-Audit oder einem Energie-Audit – die Handlungsfelder einer notwendigen Digitalisierung des deutschen Mittelstands erkennen. Um Erfolg zu haben, muss man wissen „wohin man springen will“ und „wo man abspringt“!

Evolutionäre Weiterentwicklung der Arbeitnehmer

Die Erkenntnisse lassen nur einen Schluss zu: Es ist Zeit zu handeln, um den globalen digitalen Wettbewerb auch zukünftig zu bestehen und um zukünftigen Wohlstand in Deutschland zu sichern.

Die Herausgeber des Transformations-Magazins sind sich ihrer Verantwortung bewusst und bieten für Unternehmen, Berufsschulen, Volkshochschulen und in Schulen „Digital-Kunde“ an. So wie früher Grundlagen der Elektrotechnik und Wechselschalter und Stromkreise gelehrt wurden, werden in diesen Kursen die Wirkungen und Auswirkungen der Digitalisierung erklärt und einfache Beispiele einer Automatisierung erklärt.

Der entsprechende YouTube-Channel #DigitalisierungKlargemacht geht ab September mit 135 Videos a´100 Sekunden live. Das gleichlautende Begleitbuch erscheint zum Jahreswechsel 2018/2019 in Zusammenarbeit mit dem Haufe-Verlag. Ein weiterer Schritt ist der Aufbau von Digitalisierungspaten für Berufsschulen, oder die Einführung einer Projektwoche oder eines Planspiels zur „DIGITALKunde“. Langfristig benötigen wir in unserer entwickelten Volkswirtschaft ein neues Berufsbild des „Digitalisierers“, so wie schon lange das Berufsbild des „Elektrikers“ existiert.

Evolutionäre Weiterentwicklung aller Branchen – Aufgabe für Regionalbanken

Wie kann die Umsetzung der Digitalisierung im deutschen Mittelstand gelingen? Von Mittelstand zu Mittelstand auf Augenhöhe. Wir brauchen nicht noch mehr Start-Ups in Ballungszentren; wir benötigen eine evolutionäre Weiterentwicklung des bestehenden Mittelstands in den Regionen vor Ort.

Und genau diese Rolle und Aufgabe können und müssen Regionalbanken leisten. Bislang haben Regionalbanken für den regionalen Mittelstand den Zugang zum Zahlungsverkehr, den Zugang zu Kapitalmärkten und eine regionale Kreditgeberfunktion ausgeübt. Zukünftig kann eine Regionalbank sich als der Umsetzer der Digitalisierung in der Region positionieren und einen Mehrwert für die Region schaffen. Die Regionalbank kann die notwendige und zielgerichtete Umsetzung der Digitalisierung beim regionalen Mittelstandskunden im Rahmen des Jahresgespräches ansprechen, ein Digitalisierungsaudit vermitteln und entsprechende Fördermittel zur Umsetzung anbieten.

Ein echter Nutzen für den Mittelstandskunden, eine Sicherheit für die Bank zukunftsfähige Kreditnehmer und Branchen zu finanzieren und eine Weiterentwicklung für unsere Volkswirtschaft. Digitale Bildung und die Umsetzung der Digitalisierung ist die Grundlage für zukünftige wirtschaftliche Erfolge und den Erhalt des Wohlstands in unserem Land!

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Über den Autor

Dr. Peter Lender

Dr. Peter Lender befasst sich als Generalbevollmächtigter Service-Direkt Telemarketing Verwaltungsgesellschaft (SDT) mit der Positionierung des Service im Rahmen der Digitalen Transformation von Geschäftsmodellen. Zuvor war er als Bereichsleiter im DG Verlag für das Management der Kundenkontakte im Vertrieb sowie Abwicklung, Service und Beschwerdemanagement zuständig. Weiter berufliche Stationen waren Vertriebsdirektor bei Union Investment und Senior Consultant. Er hat Ökonomie in Kiel und Konstanz studiert. Ausserdem ist er Herausgeber des Internetmagazins Digitale-Transformation.com.

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