Wenn Transformation zur Daueraufgabe wird, steigt die Nachfrage nach qualifiziertem Personal und insbesondere nach Projektprofis. Doch der globale Fachkräftemangel im Projektmanagement spitzt sich zu – auch in Deutschland.

Bis 2035 werden weltweit rund 30 Millionen zusätzliche Projektfachkräfte benötigt – auch Deutschland spürt den Mangel deutlich.
Wir leben in einer Zeit geprägt von wirtschaftlicher Unsicherheit, tiefgreifenden Umbrüchen und rasanter digitaler Transformation. Weltweit verändern sich wirtschaftliche, politische und ökologische Rahmenbedingungen in rasantem Tempo.
Diese Veränderungen verlangen nach erfolgreicher Umsetzung von Projekten – und dafür sind qualifizierte Projektfachleute unerlässlich. Doch es herrscht ein kritischer Mangel an solchen Fachkräften auf globaler Ebene.
Prognosen zur Nachfrage nach Projektfachkräften bis 2035
Laut einer Analyse des Project Management Institute (PMI), einer führenden Organisation im Projektmanagement, werden bis 2035 weltweit rund 30 Millionen neue Projektfachkräfte benötigt, um die steigende Nachfrage zu decken. In Deutschland sind es bis zu 591.000 Fachkräfte, die zusätzlich gebraucht werden. Derzeit gibt es weltweit knapp 40 Millionen Projektfachleute. Zum Vergleich: Die globale Zahl der Softwareentwickler liegt bei etwa 25 Millionen, die der Pflegekräfte bei rund 30 Millionen.
Regionale Schwerpunkte und wachsender Fachkräftebedarf
Insbesondere in schnell wachsenden Regionen wie Südasien, Subsahara-Afrika und China entsteht ein beispielloser Bedarf an Projektfachkräften. Hier treiben große Infrastrukturprojekte, industrielle Expansion und Digitalisierung den Bedarf deutlich an. Branchen wie das Baugewerbe, die Fertigungsindustrie, IT-Dienstleistungen und das Gesundheitswesen stehen besonders unter Druck. Dort wird ein Anstieg der Nachfrage nach Projektfachkräften von bis zu 66 Prozent erwartet.
Fachkräftemangel in etablierten Volkswirtschaften
Auch in reifen Volkswirtschaften wie Europa und Nordamerika zeigt sich ein spürbarer Mangel an Projektfachkräften. Gründe sind unter anderem die alternde Bevölkerung und sich wandelnde Trends auf dem Arbeitsmarkt. Gleichzeitig eröffnen Umschulungen, Weiterbildungen und neue Karrierewege die Chance, diese Lücke zu schließen und den Berufsstand weltweit weiter zu stärken.
Wachstum und Herausforderungen in der deutschen Projektwirtschaft
Für Deutschland wird bis 2035 ein überdurchschnittliches Wachstum der Projektwirtschaft von 1,56 Prozent prognostiziert, deutlich höher als das erwartete Wachstum der Gesamtwirtschaft von 0,92 Prozent. Parallel droht jedoch ein gravierender Fachkräftemangel. Deutschland zählt zu den fünf Ländern, die den Mangel an qualifizierten Projektfachkräften am stärksten spüren könnten – nur übertroffen von China, Indien, den USA und Indonesien. Ein weiterer Faktor ist, dass bis 2025 viele erfahrene Projektfachkräfte in den Ruhestand gehen werden.
Projektmanagement als Schlüssel für das Beschäftigungswachstum
Diese Prognosen stimmen mit einer Analyse des Weltwirtschaftsforums überein, die Projektmanagement als einen der zentralen Wachstumstreiber für die Netto-Beschäftigung bis 2030 einstuft. Projektfachleute rangieren demnach auf Platz 12 der Berufe mit dem stärksten Wachstum weltweit. Sie spielen eine entscheidende Rolle bei der Transformation von Unternehmen über alle Branchen und Regionen hinweg.
Strategische Bedeutung von Projektfachleuten für Unternehmen
Angesichts der branchenübergreifend steigenden Nachfrage sind Projektfachleute, die über die reine Projektdurchführung hinaus Verantwortung übernehmen und Projekte mit langfristigem Geschäftswert verknüpfen, unverzichtbar geworden. Sie sind Schlüsselakteure in den Führungsetagen und treiben die wichtigsten globalen Transformationen voran. Nur mit modernen Projektkompetenzen können Unternehmen komplexe Ziele in greifbare Ergebnisse umsetzen und sich damit nachhaltige Wettbewerbsvorteile sichern.
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