Das digitale Immobilien-Ökosysteme der Sparkasse Bodensee

Mehrwert, Kundenbindung und neue Geschäftsfelder

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Digitale Plattformen prägen den Bankvertrieb. Das Beispiel der Sparkasse Bodensee zeigt, wie durch ein regionales Immobilien-Ökosystem Mehrwert geboten, Kundenbindung gestärkt und neue Geschäftsfelder erschlossen werden können.

Wie digitale Immobilien-Ökosysteme Banken strategisch stärken

Das Beispiel „Leben am Bodensee“ der Sparkasse Bodensee

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Digitale Ökosysteme gehören inzwischen zu den zentralen strategischen Antworten von Banken auf ein verändertes Kundenverhalten. Kundinnen und Kunden erwarten heute, dass Dienstleistungen nahtlos ineinandergreifen, Informationen jederzeit abrufbar sind und Angebote auf ihre individuelle Situation zugeschnitten werden.

Besonders im Immobilienbereich ist der Bedarf an Orientierung, Transparenz und Begleitung besonders hoch, da der Kauf oder Verkauf mit komplexen Entscheidungen verbunden sind. Vor diesem Hintergrund hat die Sparkasse Bodensee mit leben-am-bodensee.de ein digitales Immobilien-Ökosystem aufgebaut, das klassische Vermittlungsprozesse mit ergänzenden Services verbindet und Kundinnen und Kunden über den gesamten Lebenszyklus ihrer Immobilie hinweg begleitet.

Leben am Bodensee – das digitale Immobilien-Ökosystem

Die Sparkasse Bodensee begleitet Kundinnen und Kunden mit leben-am-bodensee.de über den gesamten Lebenszyklus ihrer Immobilie.

Das Ökosystem Immobilie im Überblick

Der Erwerb oder die Veräußerung einer Immobilie ist selten ein linearer Vorgang, sondern vielmehr ein Prozess, der sich über Monate erstreckt und eine Vielzahl von Fragen aufwirft: von der Auswahl des Objekts über Finanzierungsfragen bis hin zur Planung künftiger Modernisierungen. In diesem Umfeld bietet die Plattform Leben am Bodensee eine zentrale Anlaufstelle, die Informationen, Services und Werkzeuge bündelt.

Ein zentrales Element bildet der digitale Projektmanager ImmoGuide, der die Nutzerinnen und Nutzer strukturiert durch die einzelnen Phasen begleitet – sei es Kauf, Verkauf, Miete, Vermietung oder Sanierung. Ergänzt wird dies durch den Zugang zu regional relevanten Informationen wie Finanzierungsmöglichkeiten, Handwerkersuche oder technischen Werkzeugen, die bei Planung und Umsetzung unterstützen.

Digitale Werkzeuge als Mehrwert

Ein Beispiel für die inhaltliche Tiefe der Plattform ist das Dashboard Meine Immobilie. Eigentümerinnen und Eigentümer erhalten dort aktuelle Bewertungsdaten, Lage- und Umgebungsinformationen sowie Einblicke in Markttrends und Preisentwicklungen. Auf diese Weise wird eine fundierte Grundlage für Entscheidungen geschaffen, die über subjektive Einschätzungen hinausgeht. Auch Kaufinteressierte profitieren, da sie durch die datenbasierte Aufbereitung einen realistischen Überblick über den Markt gewinnen.

Darüber hinaus steht mit dem Sanierungsrechner ein Instrument zur Verfügung, das Kosten und Einsparpotenziale transparent macht. Solche Funktionen erweitern den Nutzen der Plattform deutlich über den eigentlichen Erwerb oder die Veräußerung einer Immobilie hinaus und schaffen dauerhafte Anknüpfungspunkte für die Nutzerinnen und Nutzer.

ImmoPilot: Erweiterung um Lead-Management

Ein weiterer Schritt in der Weiterentwicklung des Ökosystems ist der ImmoPilot. Dabei handelt es sich um ein Tool zur Aufgaben- und Lead-Steuerung, das speziell auf interne Prozesse abgestimmt ist. Anders als Standardlösungen wurde hier eine eigene Entwicklung gewählt, um eine enge Anbindung an bestehende Strukturen sicherzustellen.

Der ImmoPilot soll im Herbst 2025 starten und wird auch anderen Instituten als White-Label-Lösung zur Verfügung stehen.

Technologische und strategische Skalierbarkeit

Ein zentrales Merkmal des Ökosystems ist seine modulare Architektur. Sie erlaubt es, einzelne Bausteine flexibel anzupassen und nahtlos in bestehende Systemlandschaften zu integrieren. Dass die Plattform auch überregional eingesetzt werden kann, zeigt das Beispiel der Sparkasse Dortmund, die bereits auf die White-Label-Lösung setzt.

Damit wird deutlich, dass digitale Immobilienplattformen nicht allein als regionale Serviceangebote gedacht werden können, sondern auch als strategisches Instrument, das die Rolle von Banken in neuen Wertschöpfungsketten stärkt. Damit wächst nicht nur die Reichweite, sondern es entstehen neue Kooperationsmöglichkeiten, die klassische Bankgrenzen überschreiten.

Nutzung und Reichweite

Mehr als 7.500 Registrierungen, rund 19.500 monatliche Sitzungen und über 130.000 Immobiliensuchen zeigen, dass die Plattform eine spürbare Relevanz entfaltet. Diese Kennzahlen belegen, dass die Plattform nicht nur digitale Sichtbarkeit erzeugt, sondern auch zur Bindung beiträgt. Für die Sparkasse Bodensee entsteht daraus die Chance, sich im Wettbewerb zu profilieren, die Kundenbeziehung zu intensivieren und zugleich neue Geschäftsfelder zu erschließen.

Fazit und Ausblick

Das Beispiel Leben am Bodensee verdeutlicht, dass digitale Immobilien-Ökosysteme weit mehr leisten als einen zusätzlichen Vertriebskanal. Sie schaffen dauerhafte Schnittstellen zwischen Bank und Kunde, liefern datenbasierte Services und erweitern das Leistungsspektrum in einer Lebensphase von hoher Relevanz. Die Sparkasse Bodensee entwickelt ihr Angebot gezielt weiter, mit Fokus auf Nutzerfreundlichkeit, Datenintegration und Partnerschaften. Für Banken eröffnet dieser Ansatz die Chance, sich als verlässlicher Partner zu positionieren und zugleich neue Formen der Kundenbindung zu sichern.


Johannes Hanke - Projektreferent Digitale Plattformen, Sparkasse Bodensee

Johannes Hanke

Johannes Hanke ist Koautor des Beitrags. Er konzipiert und realisiert bei der Sparkasse Bodensee digitale Plattformen mit Fokus auf Nutzererlebnis und strategischem Mehrwert. Er begleitet Projekte von der Idee bis zum Livegang und sorgt dafür, dass Technologie und Kundennutzen nahtlos ineinandergreifen.

Über den Autor

Sebastian Madlener

Sebastian Madlener verantwortet bei der Sparkasse Bodensee den strategischen Ausbau in den Bereichen Digitalisierung, Innovation und digitaler Vertrieb. Er entwickelt Lösungen, die Kundenerlebnis und Geschäftsentwicklung verbinden, und treibt die Umsetzung zukunftsorientierter Plattformstrategien voran.

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