CRR III und MiFID II setzen neue Maßstäbe für Compliance in der Immobilienberatung. Digitale Lösungen helfen, Prozesse effizient und regelkonform zu gestalten und regulatorische Anforderungen souverän zu meistern.

Wie Banken ihre Beratungsqualität steigern und gleichzeitig regulatorische Anforderungen erfüllen können.
Mit dem Inkrafttreten der CRR III und den erweiterten Anforderungen durch MiFID II stehen Banken und Vermögensverwalter vor neuen Herausforderungen. Diese Regulierungen erfordern eine präzise Anpassung der Beratungsprozesse, insbesondere im Bereich der Immobilienbewertung. Gleichzeitig wächst der Druck, effiziente und kundenorientierte Lösungen anzubieten, die den gesetzlichen Anforderungen gerecht werden.
Digitale Technologien bieten hier entscheidende Unterstützung. Durch den Einsatz von Lösungen wie fincite cios und PriceHubble können Beratungsprozesse nicht nur optimiert, sondern auch regulatorisch abgesichert werden. Ein neues Whitepaper von PriceHubble und fincite zeigt, wie diese Tools dabei helfen, eine effiziente und konforme Beratung in der Praxis zu etablieren.
Neue Rahmenbedingungen durch CRR III & MiFID II
Mit dem Inkrafttreten der CRR III ergeben sich signifikante Veränderungen in der Immobilienbewertung. Eine der zentralen Neuerungen ist die Einführung des sogenannten „Property Value“, der die bisherigen Wahlrechte zwischen Markt- und Beleihungswert ersetzt. In Deutschland kann dieser Wert entweder über das Beleihungswertverfahren oder das Marktwertverfahren mit entsprechender Anpassung ermittelt werden. Diese Umstellung schafft eine klarere und einheitlichere Grundlage für die Bewertung von Immobilien.

Grunderwerb, Erschließung und Bau“ ergänzt die bisherigen Risikopositionen Gewerbe- und Wohnimmobilien (Quelle: Banking.Vision by msg for banking).
Darüber hinaus wird neben Wohn- und Gewerbeimmobilien eine neue Kategorie bei den Risikopositionen eingeführt: „Grunderwerb, Erschließung und Bau“. Hinzu kommt eine weitere Differenzierung bei Wohn- und Gewerbeimmobilien, die künftig als IPRE (Risikoposition aus einnahmengenerierenden Immobilien) und Nicht-IPRE-Positionen klassifiziert werden. Ebenso ändern sich die Risikogewichte und Besicherungsgrenzen. So sinkt die Grenze für eine vollständige Besicherung bei immobilienbesicherten Positionen auf 55 Prozent des „Estimated Transaction Value“. Das Risikogewicht für Wohnimmobilien wird von 35 Prozent auf 20 Prozent gesenkt, während es bei Gewerbeimmobilien von 50 Prozent auf 60 Prozent ansteigt. Unbesicherte IPRE-Positionen müssen nun mit einem Risikogewicht von 150 Prozent angesetzt werden, was eine deutliche Erhöhung im Vergleich zu den bisherigen Werten für Unternehmen (100 Prozent) und Mengengeschäfte (75 Prozent) darstellt.
Im Bereich des Wealth Managements führt die MiFID II zu weiteren regulatorischen Anforderungen, die den Anlegerschutz stärken und mehr Transparenz in der Beratung fordern. Zu den wesentlichen Neuerungen gehören der „Suitability Test“ (Geeignetheitsprüfung), strengere Dokumentationspflichten und eine umfassende Offenlegung aller direkten und indirekten Kosten eines Finanzprodukts. Darüber hinaus müssen Beratende Gespräche detailliert protokollieren und nachvollziehbare Begründungen für Produktempfehlungen liefern, um sicherzustellen, dass die empfohlenen Finanzprodukte tatsächlich den Bedürfnissen der Kundschaft entsprechen.
Digitale Lösungen als Enabler
Um den Spagat zwischen Compliance und effizienter Kundenbetreuung zu meistern, sind Banken und Vermögensverwalter auf leistungsfähige digitale Lösungen angewiesen. Diese ermöglichen es, regulatorische Anforderungen über den gesamten Beratungsprozess hinweg abzubilden und somit sicherzustellen, dass alle Compliance-Vorgaben eingehalten werden. Gleichzeitig tragen digitale Lösungen zur Optimierung interner Abläufe bei, indem sie Prozesse effizienter gestalten und Zeit sparen. Darüber hinaus steigern sie die Beratungsqualität, indem sie automatisierte, datenbasierte Entscheidungsgrundlagen liefern, die Beratenden helfen, präzisere Empfehlungen abzugeben.

Mit fincite cios erfüllen Finanzinstitute regulatorische Anforderungen und sichern gleichzeitig eine erstklassige Beratungsqualität (Quelle: fincite).
Besonders wirkungsvoll sind Plattformen, die alle Kunden-Assets – einschließlich Immobilien – aggregieren. Diese Plattformen ermöglichen eine vollständige Übersicht des Kundenportfolios. Integrierte Bewertungslösungen liefern eine Echtzeit-Bewertung von Immobilien und ermöglichen eine präzise Gesamtvermögensbetrachtung. Auf dieser Grundlage können fundierte Allokationsentscheidungen getroffen werden, die sowohl die aktuellen regulatorischen Anforderungen als auch die spezifischen Bedürfnisse der Kundschaft berücksichtigen.
Vorteile für Banken und Vermögensverwalter
Durch den Einsatz digitaler Technologien können Banken und Vermögensverwalter folgende Vorteile erzielen:
- Gezielte Steuerung der Eigenkapitalquote: Eine präzise Bewertung der Vermögenswerte ermöglicht eine gezielte Steuerung der Eigenkapitalquote.
- Bessere Kreditentscheidungen: Immobilienwerte werden transparent und zuverlässig ermittelt, was fundierte Kreditentscheidungen unterstützt.
- Optimierung der Rendite: Eine intelligente Mischung aus Eigen- und Fremdkapital führt zur Optimierung der Gesamtrendite.
- Neue Beratungsansätze: Durch vollständige Portfolio-Transparenz erhalten Beratende neue Ansätze, um die Kundschaft individuell zu beraten.
- Cross-Selling-Potenziale: Eine ganzheitliche Sicht auf das Vermögen eröffnet neue Cross-Selling-Möglichkeiten über die Immobilienberatung hinaus.
- Stärkere Kundenbindung: Durch fundierte, datenbasierte Empfehlungen wird die Kundenbindung nachhaltig gestärkt.
- Automatisierte Identifikation von Über- und Unterbewertungen: Technologie ermöglicht die automatisierte Erkennung von Über- und Unterbewertungen im Immobilienbestand.
- Effizientes Reporting und Monitoring: End-to-End-Digitalisierung sorgt für effizientes Reporting und Monitoring der gesamten Beratung und verbessert die Einhaltung von Compliance-Vorgaben.
Regulatorik als Treiber der Digitalisierung
CRR III und MiFID II stellen Finanzinstitute vor große Herausforderungen, insbesondere bei der Bewertung von Immobilienvermögen und der Beratung. Gleichzeitig bieten diese Regulierungen jedoch auch die Chance, bestehende Prozesse durch digitale Lösungen zu optimieren. Das Whitepaper von PriceHubble und fincite zeigt, wie Banken und Vermögensverwalter nicht nur regulatorische Anforderungen erfüllen, sondern durch den gezielten Einsatz digitaler Technologien ihre Beratungsprozesse effizienter, zukunftssicher und kundenorientierter gestalten können.

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