Künstliche Intelligenz verändert Arbeitswelt und Alltag in rasantem Tempo. Besonders ChatGPT sorgt für Dynamik und prägt ganze Nutzergruppen – ein Blick auf Verbreitung, Wandel und die Rolle digitaler Affinität.

KI wird immer mehr zu einem selbstverständlichen Teil des Alltags der Deutschen.
Künstliche Intelligenz hat längst Einzug in unser tägliches Leben und die Arbeitswelt gehalten. Ob bei der Recherche, beim Erstellen von Texten oder beim Organisieren von Aufgaben – intelligente Systeme sind zu unverzichtbaren Helfern geworden.
Besonders KI-gestützte Chatbots prägen den Alltag vieler Menschen. Neben Angeboten wie Copilot oder Gemini hat sich vor allem ChatGPT in kürzester Zeit etabliert und in Deutschland eine breite Nutzerbasis gefunden. Der Trend zur alltäglichen Nutzung dürfte sich in den kommenden Jahren weiter verstärken.
ChatGPT – vom Experiment zum Massenphänomen
Hinter ChatGPT steht ein Sprachmodell, das Ende November 2022 vom US-Unternehmen OpenAI vorgestellt wurde. Ziel der Technologie ist es, menschliche Sprache zu verstehen und in einen sinnvollen Kontext zu setzen. Dadurch können Antworten generiert werden, die nicht nur informativ, sondern auch erstaunlich menschenähnlich wirken. Seit seiner Einführung wurde ChatGPT kontinuierlich weiterentwickelt und gehört heute zu den bekanntesten KI-Anwendungen weltweit. Doch die entscheidende Frage lautet: Wer nutzt das Tool eigentlich in Deutschland?
Nutzung von ChatGPT in Deutschland
Eine aktuelle Untersuchung von YouGov liefert hierzu detaillierte Einblicke. Auf Basis von Daten aus YouGov Surveys und YouGov Profiles wurde seit Anfang 2023 verfolgt, wie sich Bekanntheit und Nutzung von ChatGPT entwickelt haben. Besonders interessant ist dabei der Wandel der Nutzergruppen und der Vergleich zur deutschen Gesamtbevölkerung. Für Unternehmen sind solche Erkenntnisse von großer Bedeutung, da sie wertvolle Impulse für Markenführung, Kommunikation und Produktentwicklung bieten können.
Rasantes Wachstum in zwei Jahren
Die Entwicklung ist bemerkenswert: Im Januar 2023, nur wenige Monate nach dem Start, gaben 9 Prozent der Deutschen an, ChatGPT zu kennen und genutzt zu haben. Zwei Jahre später – im April 2025 – lag dieser Wert bereits bei 43 Prozent. Nur noch 14 Prozent der Bevölkerung hatten zu diesem Zeitpunkt noch nie von ChatGPT gehört. Damit hat sich das Tool innerhalb kurzer Zeit von einer Nischenanwendung zum Massenphänomen entwickelt.
Junge Vorreiter, ältere Generationen holen auf
Zu Beginn waren vor allem jüngere Menschen die treibende Kraft. Bereits im Januar 2023 hatte mehr als jeder Vierte der 18- bis 24-Jährigen (27 Prozent) ChatGPT ausprobiert. In der Altersgruppe 45 bis 54 Jahre lag der Wert damals bei lediglich 6 Prozent, bei den über 55-Jährigen sogar nur bei 3 Prozent. Doch dieser Abstand hat sich inzwischen deutlich verringert: Im April 2025 nutzten 43 Prozent der 45- bis 54-Jährigen und immerhin 29 Prozent der über 55-Jährigen das Tool. Damit hat sich der Anteil der älteren Nutzer innerhalb von gut zwei Jahren mehr als verzehnfacht.
Geschlechterverhältnis und Einkommen
Ein weiteres spannendes Detail: Während ChatGPT in den ersten Monaten nach seiner Einführung fast ausschließlich von Männern genutzt wurde (75 Prozent männlich, 25 Prozent weiblich), hat sich dieses Verhältnis inzwischen deutlich ausgeglichen. Heute liegt der Anteil der männlichen Nutzer bei 58 Prozent, der weibliche bei 42 Prozent – und nähert sich damit dem Geschlechterverhältnis der Gesamtbevölkerung an.
Auffällig ist auch die finanzielle Situation vieler Anwender: Überdurchschnittlich häufig stammt die Zielgruppe aus Haushalten mit einem Nettoeinkommen von 5.000 bis unter 10.000 Euro monatlich (19 Prozent vs. 12 Prozent in der Gesamtbevölkerung).
Technikaffine Zielgruppe
Neben Einkommen und Geschlecht zeichnet sich die Nutzergruppe durch ein hohes Maß an Technikaffinität aus. Knapp 80 Prozent der ChatGPT-Anwender interessieren sich für neue Produkte, Services und Apps im Technologiebereich. In der Gesamtbevölkerung liegt dieser Wert deutlich niedriger bei 65 Prozent. Damit zeigt sich: Die Nutzer von ChatGPT sind nicht nur offen für digitale Innovationen, sondern gehören auch zu den besonders aufgeschlossenen Teilen der Gesellschaft, wenn es um technologische Trends geht.
Die Studie „ChatGPT – Wer nutzt das Tool?“ können Sie hier herunterladen.
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