#Banking2035: Neue Strategien trotz tiefer Wurzeln?

Vom Status Quo zur Zukunft: Die Transformation der Banken

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In den nächsten Jahren wird sich die Welt rapide verändern; die Finanzbranche ist davon nicht ausgenommen. Um auch im Jahr 2035 gut aufgestellt zu sein, müssen sich Banken heute schon entsprechend rüsten. Sicher ist: Nur eine Lösung wird es nicht geben!

Personalisierte Kundenberatung in der Kreissparkasse Biberach

Das Bankgeschäft wird sich noch mehr personalisieren müssen – mit dem Kunden im Mittelpunkt.

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Es ist stark davon auszugehen, dass die Banken und damit auch die Kreissparkasse Biberach im Jahr 2035 in einem stark veränderten Umfeld agieren werden. Das Fundament bildet eine gute strategische Aufstellung in verschiedensten Bereichen als auch die Präsenz als innovativer und verantwortungsbewusster Partner für Kunden in der Region. Die Digitalisierung, Nachhaltigkeit, regulatorische Anforderungen und auch der Wettbewerb werden die entscheidenden Faktoren für den Wandel im Bereich Finance abbilden.

Digitaler Fortschritt für Kunden

Banken investieren kontinuierlich in digitale Technologien, um Kunden ein modernes und effizientes Banking-Erlebnis zu bieten. Durch die intelligente Vernetzung von Systemen können individuelle Bedürfnisse besser bedient werden. Der Wunsch der Kunden, ihre Bankangelegenheiten zunehmend selbstständig zu regeln, erfordert eine ständige Anpassung und Verbesserung der digitalen Plattformen und Services. Die Einführung von digitalen Assistenten ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung.

Die digitale Transformation wird künftig ein erheblicher Kostenfaktor sein, dennoch werden Filialen und Personal in der Kreissparkasse Biberach auch weiterhin Bestandteil der Strategie bleiben und durch ein starkes Filialnetz ein wichtiger Ankerpunkt in den Gemeinden sein. Dort werden dann qualifizierte Beratungen zur Altersvorsorge, Anlageberatung oder privaten Baufinanzierungen an der Tagesordnung stehen. Standards und Services werden Kunden zukünftig zunehmend digital managen können, was zu verschlankten Prozessen und moderaten Preismodellen führen wird.

Innerbetrieblich bedeutet der Wandel die Bündelung personeller Kräfte. Der Vertrieb wird ständig weiter modernisiert. Durch Digitalisierung werden Standardtätigkeiten beim Personal wegfallen, was weniger Personal erforderlich macht. Gleichzeitig sind hochqualifizierte Mitarbeiter notwendig und die Personalkosten dadurch teurer. Die Investition in Aus- und Weiterbildungen ist in Biberach daher ein zukunftsweisender Schritt, um das Haus und das Personal zukunftsfähig zu machen. Ziel ist es, moderne Arbeitswelten zu schaffen, die es ermöglichen, schneller, besser und flexibler am und für den Kunden aktiv zu werden.

Soziale Verantwortung – machen statt predigen

Die Sparkassen sind sich ihrer Verantwortung betreffend Nachhaltigkeit & sozialer Verantwortung bewusst. Nachhaltigkeit ist ein unumgänglicher Schritt, um auch nachfolgenden Generationen zukunftsfähige Perspektiven zu gewährleisten. Sowohl Kunden und als auch die Gesellschaft an sich erwartet zunehmend nachhaltige Finanzprodukte und Dienstleistungen. Sicherlich wird die Kreissparkasse Biberach diese Strategie weiter ausbauen. Diese umfasst Anlagemöglichkeiten, die sich positiv auf die Zukunft ausrichten. Es ist davon auszugehen, dass nachhaltiges Handeln und die Achtung von Ressourcen in 10 Jahren zum Selbstverständnis gehören werden.

Die Förderung sozialer Organisationen durch Banken trägt erheblich dazu bei, sich für die Region und auch für die dort lebende Bevölkerung einzusetzen. Die Kreissparkasse Biberach betreibt ein vielfältiges Stiftungswesen, das verschiedene Stiftungen umfasst. Allein 2024 hat die Kreissparkasse rund 3,4 Millionen Euro an regional ansässige soziale und gemeinnützige Einrichtungen sowie Institutionen bereitgestellt.

Mit der Stiftung BC – gemeinsam für eine bessere Zukunft fördert sie verschiedenste Projekte, die alle Generationen gleichermaßen zugutekommen. Doch nicht nur soziale Projekte werden gefördert, sondern auch Kulturelles. Mit der Stiftung BC – pro arte engagiert sich die Kreissparkasse für die Förderung der Kunst, unter anderem auch durch den Aufbau und Betrieb einer eigenen Kunstsammlung mit eigener Kunstgalerie. Die pro bono BC gibt potenziellen Stiftern die Möglichkeit individuelle, gemeinnützige Stiftungen in Form einer Treuhandstiftung oder Stiftungsfonds zu gründen und unter einem starken Mantel soziale Verantwortung zu übernehmen. Gerade die Sicherung von Nachlässen spielt bei Kunden mittlerweile eine große Rolle. Das Engagement in Soziales ist eine Möglichkeit, auf partnerschaftlicher Basis der Region etwas zurückzugeben und sich aktiv zu engagieren – nicht nur für die Kreissparkasse, sondern auch für die mittlerweile über 65 Unterstiftungen der pro bono BC.

Standardisierung der regulatorischen Anforderungen

Die Regulatorik ist der wesentlichste Baustein, der die Arbeit in Banken maßgeblich beeinflusst und leitet. Bei allem Individualismus: die Einhaltung der gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Vorschriften ist absolut unverhandelbar. Daher fällt ein wesentlicher Teil neuer Stellen mittlerweile in den Bereich Regulatorik, was die Bedeutung dieses Themas unterstreicht. Ein umfassendes Risiko-Management ist unabdingbar, um all die gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Vorschriften einzuhalten. Es ist davon auszugehen, dass die regulatorischen Anforderungen sich weiterhin verschärfen werden.

Aktuell bedeutet die ständige Überwachung und Anpassung von Prozessen einen erheblichen Arbeitsaufwand auf nahezu allen Stellen um sicherzustellen, dass das gesamtwirtschaftliche Handeln in der Bank auch den gesetzlichen Vorschriften entspricht. Es wird daher eine logische Konsequenz sein, mehr Standardisierung in den Instituten zuzulassen und auch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz zu nutzen, um dem Anspruch weiterhin gerecht zu werden. Aufgabe der Zukunft wird es sein, weiter in ein tragfähiges Risiko-Management-System zu investieren, um den sich ständig ändernden Anforderungen gerecht zu werden.

Marktanteile noch härter umkämpft – der Kunde im Fokus

In einem wettbewerbsintensiven Umfeld – wie es bei Banken gegeben ist – ist es ein schmaler Grat, sich weiterzuentwickeln und dennoch Beständigkeit sowie Traditionsbewusstsein zu pflegen. Es ist davon auszugehen, dass der Wettbewerb in der Finanzbranche zwischen Regionalbanken und Direktbanken sich weiter intensiviert und damit auch der Kampf um Marktanteile nicht alleinig durch Angebotsstrategien ausgefochten wird. Auch FinTechs und auch Neobroker suchen ihre Etablierung im traditionellen Bankengeschäft. Kundenzufriedenheit sowie -bindung sind die Faktoren, die am Ende entscheiden, wer das Rennen macht. Aus diesem Grund ist es wichtiger denn je, dass sich interne und externe Prozessketten von Banken noch stärker an den Bedürfnissen ihrer Kunden orientieren. Regelmäßige Kundenbefragungen und entsprechende Analysen der Ergebnisse zeigen auf, ob Konzepte am Ende die Bedürfnisse und Erwartungen von Kunden tatsächlich erfüllen.

Die ständige Weiterentwicklung digitaler Plattformen und die Einführung neuer Finanzprodukte werden unweigerlich Einfluss auf die Marktposition nehmen. Aber es ist vermessen zu denken, Digitalisierung und Zinsangebote seien der heilige Gral für Kundengewinnung oder -zufriedenheit. Gerade wenn es um Sicherheiten geht, sind Vertrauen und eine gute Kommunikation von unschätzbarem Wert. In Zeiten von Identitätsdiebstählen wächst bei allen vermeintlichen Vorteilen die Skepsis. Egal ob beim Privatkunden, in der Großvermögenskundschaft oder bei Firmenkunden – das persönliche Engagement bildet eine fundamentale Vertrauensrolle und wird daher auch in Zukunft in Biberach weiter fokussiert. Einfach, schnell, nahbar, jederzeit erreichbar – das sind die Schlagwörter, die Kunden im Hinblick auf Wünsche an eine Bank anbringen. Das Bankengeschäft wird sich noch mehr personalisieren müssen – mit dem Kunden im Mittelpunkt.

Strategie 2035 – Alle müssen einsteigen

Um im Jahr 2035 optimal aufgestellt zu sein, ist es also sinnvoll, auf mehrere strategische Maßnahmen zu setzen. Stabilität ist und bleibt für Kunden ein nicht zu unterschätzendes Credo. Überforderung und Intransparenz wirken kontraproduktiv auf Geschäftsbeziehungen. Daher gilt es, die Weichen sachte zu stellen und auf Augenmaß. Keine Überforderung durch Sprints, sondern ein kontrollierter, kontinuierlicher Wandel im Gleichschritt. Auch intern.

Die Zufriedenheit und Motivation von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind entscheidend für den Erfolg eines jeden Unternehmens. Mitarbeiter sind und bleiben bei allen Änderungen das wichtigste Kapital der Sparkasse. Nur mit einem bestens ausgebildeten Mitarbeiter ist die Bank am Kunden erfolgreich. Aufwendungen in die Aus- und Weiterbildung sind für Banken und deren Zukunftsfähigkeit absolut unerlässlich; es handelt sich dabei ja quasi um die Investition in die „Forschung und Entwicklung“ des Unternehmens.

Die Anlage in neue Technologien, in Know-how und neue Ansätze, um mehr Raum für Fokussierung auf den Kunden zu gewährleisten, könnte ein wichtiger Gamechanger sein. Die Zahlen für Weiterbildungen in der Kreissparkasse Biberach sprechen eine deutliche Sprache: die Mitarbeiter vor Ort möchten sich aus eigenem Antrieb weiterentwickeln und über notwendige Fähigkeiten sowie Kenntnisse verfügen, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Das stärkt nicht nur die Leistungsfähigkeit und Kompetenz, sondern gleichwohl die Wettbewerbsfähigkeit am Markt. Letztendlich sind motivierte Mitarbeiter, die auf den Weg aktiv mitgenommen werden, der Schlüssel zu zufriedenen Kunden, die sich in ihrer Bank des Vertrauens gesehen, verstanden und am Ende gut aufgehoben fühlen.

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    Über den Autor

    Martin Bücher

    Martin Bücher ist als Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Biberach tätig und spielt eine zentrale Rolle bei der strategischen Ausrichtung des Unternehmens. In seiner Funktion ist er für diverse Geschäftsbereiche verantwortlich, darunter das Privatkundengeschäft, Bauen & Wohnen, Vertriebsmanagement und die Tochtergesellschaft S Immobilien BC GmbH. Der Bankkaufmann war zuvor Vorstandsmitglied bei der Stadt- und Kreissparkasse Leipzig.

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