Digitale Geldtransfers ins Ausland gewinnen an Bedeutung und sind ein Markt mit deutlichem Potenzial für effiziente Lösungen. Nutzer schätzen Schnelligkeit und Sicherheit, stoßen aber auf Gebühren und technische Hürden.

Kunden erwarten bei Auslandsüberweisungen Sicherheit, Schnelligkeit und einfache Abwicklung.
Internationale Geldtransfers sind für viele Verbraucher in Deutschland längst Teil des Alltags. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Geschwindigkeit, Sicherheit und einfache Abwicklung. Dennoch bleibt die Nutzung hinter den Erwartungen zurück – nicht zuletzt wegen Gebühren und technischer Hürden.
Eine aktuelle Studie von Visa, für die 1.000 Erwachsene in Deutschland befragt wurden, zeigt, wie Menschen Zahlungen ins Ausland tatsächlich handhaben und welche Hindernisse dabei bestehen.
Internationale Geldtransfers heute und morgen
Mehr als jeder zweite Befragte (55 Prozent) hat bereits Geld ins Ausland geschickt. Für viele ist das sogar eine regelmäßige Routine: Zwei Drittel dieser Gruppe (64 Prozent) überweisen mindestens einmal jährlich.
Der Blick nach vorn zeigt allerdings Zurückhaltung. Nur knapp ein Drittel (31 Prozent) plant, innerhalb der kommenden zwölf Monate eine Überweisung ins Ausland vorzunehmen.
Gründe für Auslandsüberweisungen
Die Motive für das Versenden von Geld sind vielschichtig, doch zwei Gründe stechen heraus:
- 23 Prozent der Sender und 28 Prozent der Empfänger nennen Geschenke zu besonderen Anlässen als Hauptanlass.
- Ebenfalls 23 Prozent überweisen Geld, um Freunde oder Familienmitglieder in unerwarteten Notsituationen zu unterstützen.
Damit zeigt sich: Digitale Transfers sind nicht nur praktische Finanzinstrumente, sondern auch ein wichtiges Bindeglied in persönlichen Beziehungen.
Digitale Kanäle im Aufwind
Wenn Geld transferiert wird, geschieht das zunehmend über digitale Anwendungen. Zwei Drittel (67 Prozent) greifen dafür auf Apps zurück. Am häufigsten wird PayPal genutzt, das mit einem Anteil von 73 Prozent deutlich vor Anbietern wie Western Union, Revolut, MoneyGram oder Wise liegt.
Deutlich weniger beliebt sind physische Varianten. Zwar überweisen 35 Prozent der Befragten digital von einem stationären Ort wie einer Bankfiliale, doch Bargeldtransfers spielen kaum noch eine Rolle. Nur 9 Prozent übergeben Bargeld persönlich, 5 Prozent nutzen Post oder Kurier, weitere 5 Prozent Zahlungsanweisungen oder Schecks durch Dritte. Die restlichen 5 Prozent greifen auf sonstige Wege zurück.
Vertrauen in Sicherheit wächst
Das Vertrauen in digitale Lösungen steigt. Die Hälfte der Befragten hält Apps für die sicherste Methode, um Geld ins Ausland zu senden. Auch digitale Überweisungen von einem physischen Standort (24 Prozent) werden als verlässlich angesehen. 18 Prozent der Befragten gehen davon aus, künftig noch häufiger digitale Angebote zu nutzen.
Gebühren bleiben ein Hindernis
So positiv die Nutzererfahrungen auch sind – hohe Kosten sind ein zentrales Problem. Fünfzig Prozent der Befragten berichten zwar von reibungslosen Abläufen, doch gleichzeitig nennen 20 Prozent überhöhte Gebühren als größtes Hindernis. Weitere 9 Prozent stoßen auf technische Schwierigkeiten. Bei klassischen Überweisungen sieht rund ein Drittel (31 Prozent) die Gebühren als Hürde. Besonders kritisch: Mehr als ein Viertel (26 Prozent) hat schon kostenlose Angebote wahrgenommen, die sich später als Kostenfalle mit versteckten Gebühren entpuppten.
Vorteile der Digitalisierung
Dennoch erkennen viele Nutzer den Mehrwert der digitalen Lösungen. Rund 39 Prozent sind überzeugt, dass diese den Prozess deutlich vereinfachen. 35 Prozent heben vor allem die Sicherheit, Schnelligkeit und Diskretion hervor, die digitale Transfers mit sich bringen.
Fazit: Große Chancen für Anbieter
Die Ergebnisse machen deutlich: Digitale Auslandsüberweisungen sind zwar bereits weit verbreitet, stoßen jedoch noch auf Hürden wie hohe Gebühren oder technische Schwierigkeiten. Wer es schafft, Prozesse zuverlässig, transparent und einfach zu gestalten, kann das Vertrauen der Nutzer weiter stärken – und damit erhebliches Potenzial im Markt für internationale Geldtransfers erschließen.
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