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5 Faktoren für erfolgreiche Produktinnovationen

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Was Finanzunternehmen von Apple lernen könnten

Erfolgreicher mit Innovationen

Innovative Unternehmen haben einen größeren wirtschaftlichen Erfolg
© Shutterstock

Apple hat in den letzten Jahren vieles richtig gemacht. Vor allem die Produktinnovationen stachen deutlich aus der Masse hervor. Dabei lassen sich konkrete Erfolgsfaktoren nachweisen, deren Beachtung auch Banken und Sparkassen helfen würde.

Steve Jobs hat zu seiner Zeit als CEO Apple gnadenlos auf Erfolg getrimmt. Dabei kamen ihm vier Eigenschaften zugute, die er leidenschaftlich gepflegt hat:

  • Sein Verlangen nach erstklassigen Leistungen.
  • Sein Streben nach großartigem Design.
  • Sein Instinkt für gutes Marketing.
  • Seine Beharrlichkeit im Hinblick auf Nutzerfreundlichkeit und Kompatibilität.

Er war zudem stets von der Grundüberzeugung geleitet, dass ein Produkt heutzutage nicht mehr alleinstehend oder selbständig zu überzeugen vermag, sondern nur die Gesamtkombination aller Leistungen, die mit einem Produkt oder einer Leistung verbunden sind zur nachhaltigen Nutzenstiftung beim Kunden führen.

Zusammenhang zwischen Customer Experience und Innovation

Im folgenden Video äußert er sich zum Zusammenhang von Customer Experience und Innovation

Ein gutes Beispiel hierfür war der iPod. MP3-Player gibt es viele am Markt von den unterschiedlichsten Herstellern. Einige sind schön, andere hässlich, einige sind funktionell, andere schwierig zu bedienen, einige sind teuer, andere sind preiswert aber keiner bietet auch nur annähernd die einzigartige Kombination aus iPod Hardware, ITunes Software und iTunes Shop und damit die Gesamtleistung des Marktführers.

Für Jobs war es demzufolge auch immer wichtig, dieses Gesamtsystem zu beherrschen und unter eigener Kontrolle zu haben.

5 Erfolgsfaktoren für erfolgreiche Produktinnovationen

Aus den Erfolgen von Apple lassen sich die folgenden fünf Erfolgsfaktoren für Innovationen identifizieren, die auch für Finanzdienstleister relevant sind:

  • Design.
  • Zuverlässigkeit.
  • Einfachheit.
  • Gutes Marketing.
  • Elegante Aufmachung.

Die Realität bei Banken und Sparkassen sieht jedoch meist anders aus, egal ob Leistungen über den stationären Vertrieb oder Online angeboten werden. Einzig den Begriff „Zuverlässigkeit“ mag ich noch mit (einigen) Bankleistungen assoziieren, doch selbst das ist mitunter fraglich, wie uns das Beispiel der Zertifikate gelehrt hat.

Sicherlich „leiden“ Banken darunter, dass ihre Leistungen nicht in erster Linie haptisch sind. Anders als sie, macht ein iPhone oder iPad von Natur aus „etwas her“.

Design und Eleganz ließe sich bei Finanzdienstleistungen aber auch über Informationsmaterial (Print oder online) realisieren.

Über Einfachheit habe ich schon an anderer Stelle ausgeführt, dass die Banken darauf achten müssen, den Kundenbedarf zu treffen.

Und obwohl sich über Marketing trefflich streiten lässt, sehe ich hierzulande nur selten Beispiele, auf die das Attribut „gut“ zutreffen würde.

Auch der Gesamtkontext von Bankleistungen stimmt nicht immer. Man hat oft den Eindruck, dass zwar von ganzheitlicher Beratung geredet wird, neue Produkte dann aber doch in einzelnen Bereichen entwickelt werden, ohne dass eine Abstimmung mit bereits vorhandenen Produkten oder eine Angleichung der Präsentation in den unterschiedlichen Vertriebskanälen erfolgt.

Was meinen Sie?

Sind Apples fünf Erfolgsfaktoren für Finanzdienstleister anwendbar? Kennen Sie gelungene Beispiele?

Ich freue mich auf Ihren Kommentar.



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Über den Autor

Dr. Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring befasst sich seit über 30 Jahren beruflich mit Banken und Finanzdienstleistern. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers.Aktuell bietet er Banken und Finanzdienstleistern Dienstleistungen im Bereich (Interims)Management und Beratung/Consulting an und vertritt die Firma Meniga, einen innovativen Anbieter von White-Label-Lösungen für Persönliches Finanz Management (PFM) im deutschsprachigen Teil Europas.Darüber hinaus hält er Vorträge bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland.

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3 Kommentare

  1. Mit Einschränkungen sind die Erfolgsfaktoren für Finanzdienstleister anwendbar. Es gibt einige Unterschiede zwischen den Apple Produkten und Bank/ Finanzdienstleister. Unterschiedliche Produkte stehen mit unterschiedlichen Konsumentenerwartungen im Zusammenhang.
    Apple ist m.E. Kommunikation, Information und Unterhaltung. Trifft auf Bankdienstleistungen bzw. den Erwartungen nicht ganz zu. Auf der anderen Seite soll Steve Jobs gesagt haben, dass eine Produktinnovation sich nicht nach den Erwartungen richten soll (so oder so ähnlich).
    Dazu kommt das Apple Produkte nicht so eine lange Historie haben, wie Bankprodukte. Eine sehr lange Historie prägt und fördert Heuristiken. Marketinginstrumente, die Heuristiken entgegen wirken, sind mir übrigens nicht ad hoc bekannt.
    Man müsste zunächst Bankangebote und das Apple-Angebot in einzelne Dimensionen zerlegen, und dann entsprechende Schlüsse ziehen. Mir persönlich wäre es natürlich lieber, Banken/Finanzdienstleister könnte das Apple-Konzept fast 1:1 übernehmen. Aber es geht ja nicht um mich, sondern um die Kunden.
    Alles in allem aber ein sinnvoller Anstoß.
    Ihr Wolfgang Gierls

  2. Ich würde als zusätzlichen Erfolgsfaktor noch „Anders“ hinzufügen. Wenn in allen Produktmerkmalen Top-Werte erreicht werden, heißt das noch nicht, dass das Produkt oder die Produktlinie sich abhebt. Ausserdem genügt es nicht den Anforderungen an einen „nachhaltigen“ Wettbewerbsvorteil. Lediglich, wenn das Produkt oder die Linie es schafft, eine eigene, positiv differenzierte Identität zu gewinnen, wird es für den Wettbewerb fast unmöglich aufzuschließen.

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