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Was Bankkunden wirklich wollen

Retail-Banking

Unzufriedenheit und Wechselbereitschaft von Bankkunden sowie Ursachen, Handlungsbedarf und Lösungsansätze

Was Bankkunden wirklich wollen

Deutschlands private Bankkunden sind unzufrieden und wechselwillig wie nie zuvor. Die Studie erläutert Ursachen und zeigt den akuten Handlungsbedarf sowie konkrete Lösungsansätze.

Deutschlands Banken stecken in der schwersten Vertrauenskrise der Nachkriegszeit: Vier Jahre nach Ausbruch der globalen Finanzkrise sind ihre Kunden so unzufrieden wie noch nie. Bei einzelnen Institutsgruppen ist jeder zweite Kontoinhaber zum Wechsel bereit. Diese Unzufriedenheit trifft die Institute zur Unzeit, denn im Vorfeld der Einführung von Basel III besinnen sie sich gerade auf das Privatkundengeschäft und dessen Vorzüge: Es ist konjunkturunabhängig, liefert stabile Erträge – auch wenn diese in Zeiten niedriger Zinsen und flacher Zinsstrukturkurve unter Druck sind – und leistet einen entscheidenden Beitrag zur Refinanzierung. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass es gelingt, Kunden dauerhaft zu binden, besser zu aktivieren und neue zu gewinnen.

Die Umfrage von Bain & Company unter knapp 3.000 Privatkunden offenbart: Deutschlands private Bankkunden sind unzufrieden und wechselwillig wie nie zuvor. Die vorliegende Studie erläutert die Ursachen, zeigt den akuten Handlungsbedarf für Retail-Banken und bietet konkrete Lösungsansätze. Genau an diesem Punkt setzt die in ihrer Form einzigartige Bain-Umfrage an. In knapp 3.000 Telefoninterviews gaben Kontoinhaber Auskunft über ihre Bankbeziehungen, den Grad ihrer Loyalität und ihre Bedürfnisse. Die Ergebnisse erschrecken: Eine große Zahl der Befragten ist nicht nur unzufrieden, sondern fühlt sich auch unverstanden und alleingelassen von ihrer Bank. Der von Bain über alle Banken hinweg erhobene Net Promoter® Score zur Messung der Kundenzufriedenheit ist auf minus 13 Prozent gesunken – und damit so tief wie noch nie.

Im Rahmen der Umfrage zeigen sich zwei Erklärungsmuster. Erstens verstehen viele Kunden die Positionierung und das Leistungsversprechen der eigenen Bank nicht. Zweitens klafft eine enorme Lücke zwischen ihren eigentlichen Bedürfnissen und dem tatsächlichen Angebot. Dabei verlangen die Kunden nichts Unmögliches. Sie wollen eine qualitativ gute und vertrauensvolle Beratung, einhergehend mit zuverlässigem und empathischem Service, einem oft unterschätzten Zufriedenheitstreiber. Erst an zweiter Stelle steht der Preis – hier spielt eine einfache, transparente und ehrliche Preispolitik die entscheidende Rolle.

Quelle: Bain & Company

Die Studie „Retail-Banking – Was Bankkunden wirklich wollen“ kann hier heruntergeladen werden.

Kommentare (1)

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  1. Die “Bain-Studie” halte ich für sehr spannend und aussagekräftig. Mir persönlich ist der NPS alleine zwar zu wenig, aber er trifft im Kern das Problem. Wir sehen bei unsere Befagungen für http://www.mbvo.de, dass u.a. lediglich 15-20% der Privatkunden regelmäßig beraten werden.

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